- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Femte Bandet. Ny följd. Första Bandet. 1889 /
101

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Häfte 1 - Vígslóði (K. Maurer)

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has been proofread at least once. (diff) (history)
Denna sida har korrekturlästs minst en gång. (skillnad) (historik)

auch die Bedeutung des Ausdruckes víg, wenn in dem einen
unserer Rechtsbücher der Fall besprochen wird [1]: ”ef rétt lýst
er eno meira sáre á hond manne ok geriz þat at vígi siđarr”,
während das andere sagt ”ok geriz þat at banasáre”; oder
wenn anderwärts in einem änlichen Falle gesagt wird [2]: ”ef
mađr lýsir sjálfr sár sin, ok verþr þat at vígi siđarr“, oder
in der Formel für die víglýsíng des Thäters selbst die Worte
gebraucht werden [3]: ”ek lýsi sár, ef at sárom geriz, enn víg,
ef at vígi geriz”. Nicht anders steht es ferner, wenn von
einem ”lýsa frumhlaup á hond manne, eđa sár, eđa drep, eđa
víg“ die Rede ist [4], oder: ”um sakir þær allar er hér ero
talđar um sár ok um víg ok þá lagalösto alla, er á þeim
vetvángi göraz, er á unnin verk verđa međ monnom” [5], u. dgl.
m.; in allen diesen Fällen nämlich bezeichnet víg ganz
unzweideutig nicht die Kampfsache im Allgemeinen, sondern
lediglich eine ganz specielle Art von Kampfsachen, nämlich
den Todtschlag im Gegensatze zur Verwundung, zum einfachen
Schlage oder zum rechtswidrigen Angriffe. Da jedoch
der als Vígslóði bezeichnete Abschnitt von den Kampfsachen
überhaupt, und keineswegs blos von den Todtschlagsachen
handelt, wird man anzunehmen haben, dass das Wort in
dieser Zusammensetzung noch in seiner ältern und umfassenderen
Bedeutung gebraucht sein wolle, nicht in seiner jüngeren
und engeren Geltung.

Das zweite Wort in der Zusammensetzung, das Hauptwort
slóði nämlich, hat der Erklärung grössere Schwierigkeiten
bereitet. Anders Bussæus [6] und B. Finnur Jónsson [7]
übersetzen dasselbe mit ’traha’, was ja insofern ganz richtig
ist, als traha, von trahere abgeleitet, ’das Gezogene’ bedeutet,
aber allerdings der specifisch römischen Bedeutung des


[1] Kgsbk § 87, S. 153, vgl. Stađarhbk § 281, S. 311-312.
[2] Kgsbk, § 88, S. 155; Stađarhbk § 281, S. 312.
[3] Kgsbk § 87, S. 154; Stađarhbk § 282, S. 313.
[4] Kgsbk § 88, S. 156; Stađarhbk § 283, S. 314.
[5] Kgsbk § 89, S. 157; Stađarhbk § 284, S. 316.
[6] Arii Thorgilsis filii Schedæ, S. 66, not k. (1733).
[7] Historia ecclesiastica Islandiæ I, S. 271. not. a (1772).

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Wed Nov 10 14:24:32 2021 (aronsson) (diff) (history) (download) << Previous Next >>
http://runeberg.org/anf/1889/0105.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free