- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Femte Bandet. Ny följd. Första Bandet. 1889 /
171

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Häfte 2 - Anmälan av 'Glossar zu den Liedern der Edda, (Sæmundaredda) von Hugo Gering. Paderborn u. Münster. 1887.' (Wilhelm Ranisch)

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für sich nicht "verkleidet" bedeuten. Dietrich nimmt (Hpt. Ztschr.
VIII 75) mit Recht eine nähere Beziehung zwischen den beiden
Worten an. In fara, liegt der Begriff der Veränderung, während
litum als Instrumental zu fassen ist: "sich verändern durch die
Gestalten, was die Gestalten angeht", d. h. "die Gestalten wechseln".
Dazu sind dann Fälle wie fara lygpiim, vistum "to move, change
one’s abode", fara búferli oder búferli sínu "to move one’s
house-hold" bei Vigfússon zu rechnen, orþum m$la Vm. 4,6 bezieht sich
doch w<*hl auf den Wortstreit selbst, wie Wimmer will (kæmpe
i ordkløgt med jætten), nicht bios auf die Anrede, wie Gering
übersetzt (mit Worten anreden).

Für endlangr, das nach Gering "von weiter Ausdehnung, lang"
bedeutet, hat wohl auch L. Wimmer die richtige Erklärung
gegeben.

Für direkt falsch übersetzt halte ich die Phrase fyr Jene Jcoma,
die Gering durch "fussfällig bitten" wiedergiebt. fyr Jene koma
heisst "vor die Kniee der sitzenden (Guþrún) treten". Die Kniee
sind nicht etwa die Kniee der bittenden Fürsten, wie es nach dem
Glossar scheint. Ebenso ist die Erklärung von Þrymskv. 24, l, 2
wohl verfehlt: die Zeilen lauten:

Vas þar at Jcveldi
um Jcomit snimma.

Unter at giebt das Glossar "27) der Zeitpunkt, der während
eines Zustandes oder einer Handlung erreicht wird (zu): var þar
at mor ni (Versehen für Jcveldi) um Jcomit33. Unter "snimma" finden
wir "frühzeitig"; also müssten wir übersetzen: "es war frühzeitig
Abend geworden". Aber das klingt doch gar zu modern! Wimmer
verbindet dagegen richtig "var þar Jcomit snimma33 und daneben
ist dann at Jcveldi einfache Zeitbestimmung: "Man war frühzeitig
am Abend gekommen."

Unter hvé giebt Gering für Guþr. III 8, 8 die Bedeutung "wie
auch immer" mit Fragezeichen. Schon die Kopenhagener Ausgabe
schlägt in der Anmerkung als das einfachere vor, 2, 6 und 7 als
stálsatz zu fassen, wobei dann Jive einfaches Relativ ist. Auch
Vigfússon im Corpus poeticum interpungiert so. Als "wie auch
immer" ist hvé schwerlich belegt.

Man kann es Gering nicht absprechen, dass er mit grossem
Fleiss die Eddalitteratur für seine Zwecke ausgenutzt und in sein
Buch hineingearbeitet hat. Selbstständiges, Ergebnisse eigner
Forschungen dürfen wir freilich kaum darin suchen.

Ich schliesse mit dem Wunsche, dass wie Gering uns hier ein
gutes Hilfsmittel gegeben hat für den Universitätsunterricht, er uns
recht bald in seinem grösseren Glossar ein auch allen
wissenschaftlichen Ansprüchen genügendes Specialwörterbuch liefern möchte.

Berlin. Wilhelm Ranisch.

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