- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Åttonde Bandet. Ny följd. Fjärde Bandet. 1892 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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reiches. Die Ǫ. O. s. hat also die erinnerung an die züge
und die herrschaft skandinavischer abenteurer in Russland
bewahrt; kein wunder, dass die in Húnaland auftretenden
personen alle nordische namen tragen. Wo aber liegt
Bjálkaland?

Bjálkaland ist kein altnordischer, überhaupt kein
skandinavischer name und wird auch sonst in der sagalitteratur
nicht genannt. Das land scheint also dem fremden elemente
der überlieferung anzugehören, und zunächst wird man es,
wie Húnaland, in Russland suchen.

Bekanntlich teilt Nestor’s chronik [1] von Odds
zeitgenossen, dem Russenfürsten Oleg, Ruriks nachfolger, mit,
dass er, wie ihm vorher geweissagt, durch den biss einer
schlange gestorben sei, welche lange nach dem tode seines
pferdes aus dessen schädel auf ihn zustürzte. Obgleich eine
ähnliche sage auch von anderen personen erzählt wird, so
ist doch hier die übereinstimmung mit dem, was die Ǫ. O. s.
von Odds tod berichtet, zu gross, um sie dem zufall zuschreiben
zu können; die beiden erzählungen können nur, wenn
nicht die eine die quelle der anderen ist, auf eine
gemeinsame quelle zurückgehen. Dass die geschichte von Oleg auf
Oddr übertragen sei, ist sehr unwahrscheinlich, denn der
umstand, dass Oleg ein Skandinavier war, der den späteren teil
seines lebens in Russland zubrachte, lässt eher auf eine
wanderung der sage vom skandinavischen norden nach Russland,
als auf eine entgegengesetzte bewegung schliessen. Ebensowenig
kann man annehmen, dass die nachrichten über Olegs
tod aus der sage von Oddr herstammen, denn die züge der
eroberer Russlands gingen doch nicht von Berurjóđr aus,
wo Odds tod localisiert ist. Man wird daher besser tun,
die berichte aus einer gemeinsamen dritten quelle herzuleiten.
Die übereinstimmung lässt sich leicht durch die annahme



[1] Miklosich: Chronica Nestoris, Vindobonae 1860, s. 20-21.

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