- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Tolfte Bandet. Ny följd. Åttonde Bandet. 1896 /
279

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Mogk: Anmälan. 279

scher gedichte, der kvictur, zu verstehen seien, während der ptdr
der meister des lehrgedichtes, der m$l ist. Wäre dies an dem,
dann erklärte sich auch mit leichtigkeit die heutige einschränkung
des begriffes, denn die skalden in der wissenschaftlichen auffassung
des wortes behandeln fast durchaus historische personen oder
be-gebenheiten, d. h. epische stoffe. Auf keinen fall haben wir,
was auch F. J. nach jeder richtung hin beweist (s. 42 ff.), grund,
die eddische dichtung von der skaldischen principiell zu trennen,
weil wir dort den Verfasser nie, hier fast stets aus den quellen
erfahren. Gleichwol ist es schon aus rein praktischen gründen
geboten, die eddische dichtung und die skaldische (in
wissenschaftlichem sinne des wortes) von einander zu trennen.

Den grössten teil der eddischen dichtung lässt F. Jonsson
zwischen 850 und 1050 in Norwegen entstanden sein und zwar
hauptsächlich während der friedensperioden Harald hárfagris und
Hakon des guten; die Atlamal, Sigurdarkvida in skämma,
Helgakvida Hundingsbana, Godrúnarhvpt, Oddrúnargrátr, vielleicht auch
die Helreid Brynhildar dagegen sind in der 1. hälfte des 11. jhrhs.
auf Grönland gedichtet, und nur die späte V^luspá in skämma und
die Grípisspá sind isländischen ursprungs und stammen aus dem
12. jahrh. In der Zeitbestimmung im allgemeinen wird man dem
Verfasser recht geben müssen, im einzelnen lässt sich über die
da-tierung streiten. Dagegen kann ich F. Jonssons beweisen über die
heimat der lieder meist nicht beistimmen. In dieser frage verweise
ich auf die ausfuhrungen Björn Olsens, dessen einwürfe F. J. durch
seine entgegnung nicht entkräftet hat. Nur ein paar allgemeine
bemerkungen seien hier ausgesprochen. Wenn F. J. behauptet,
die natur, die tier- und pflanzen weit weise nach Norwegen, so mag
er einmal das gegenstück mit isländischen skalden versuchen, wie
mit Egil oder HallfreS. Es stellt sich bald heraus, dass auch hier
die bilder der kenningar oft besser für Norwegen als fur
Island passen. Ferner: Grönland war eine isländische colonie, keine
norwegische. Wenn auch kein anderes, so sind doch sicher die
Atlamál auf Grönland entstanden. Woher und in welcher form
hatten die Grönländer den stoff zu diesem gedichte erhalten?
Über die form wird sich schwer ein urteil fallen lassen, (la
es sehr wol möglich ist, dass damals bereits fraspgur auch von
teilen der deutschen heldensage existierten. Dagegen ist es nicht
wahrscheinlich, dass der stoff aus Norwegen nach Grönland kam,
da eben die bevölkerung isländisch war und fahrten nach
Norwegen, wie die des Leif, wenigstens in der früheren zeit selten
waren, vielmehr stammt er wohl aus Island. Und dass hier
dieser stoff thatsächlich dichterisch behandelt worden ist, dafür haben
wir das unzweideutige zeugnis der Snorra-edda, wo es von dem
schiffbrüchigen Þorvaldr Veili heisst: pá orti hann kvœäi, er kgllut
er kvictan skjálfhenda eða dr apan steflausa, ok kveäit eptir
Sig-uräar sggu (SnE. I. 646). Also die Isländer haben thatsächlich

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