- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
108

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Beiträge zur runenlehre (Theodor von Grienberger) - 1. Die nordischen namenreihen

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108 v. Grienberger: Zur runenlehre.

so mehr als dem Abecedarium ein ’Anguliscum’ genanntes
ags. fuþark vorausgeht und die spuren einer ags. hand sich
auch in den bei \ und J^ eingetragenen ags. varianten
offenbaren. Aber freilich das auslautende t in rat ist nicht
ags., sondern deutsch, so dass wir das a doch wol als
gelegentliche monophthongierung von nord. æi im deutschen
Organe auffassen dürfen.

Beachtenswert ist noch die zahl der runen in den drei
ættir, welche hier dem principe der Symmetrie mehr
rech-nung trägt, als die nordische Überlieferung, indem sie statt
der 6, 5, 5 stäbe dieser (Wimmer, Die runenschr. s. 180)
die anordnung 5, 6, 5 darbietet. Was den text des
runen-spruches betrifft, so möchte ich an dem, was wir nach Piper’s
letzter vergleichung für gesicherte lesung halten dürfen, gar
nichts ändern, sondern ihn so erklären, wie er eben ist,
wobei ich in einigen puncten von der in Mullenhoffs
denk-mälern, 3 ausgäbe, vertretenen auffassung abweiche.

Es ist zunächst klar, dass forman und thritten parallel
zum instrumentalis stabu construierte dative seien, zwischen
-welche der satz ur qfter ohne grammatische, bloss mit
logischer beziehung auf stabu eingeschoben ist; also feu
forman (stabu) — ur after — (hurts thritten stahu1). Der
folgende zusammengezogene satz, in dem die copula sowol
zu 6s als zu rat gehört, knüpft mit seinem himo
selbstverständlich an thuris an und bietet im ersten theile ein
prae-dicatives adjectiv oboro zu as. öhar ’über, auf (vgl. österr.
auf im sinne von ’nach’, temporal) im zweiten ein
adverbium endos, das mit entrosto ’der letzte’, Graff 1, 358 zu
ahd. anti, enti ’ende’, bair. ent ’jenseits’ gehört und als
superlativ zu fassen ist, an dem das auslautende t facultativ

f) Der instrumentalis scheint die Vorstellung des aufhebens und
niederlegens von Stäben zu enthalten, also ’feu mit dem ersten — dann
úr — thuris mit dem dritten stabe’, wobei einem leicht die Tacitusstelle der
Germania vom loosen ter singulos tollit in den sinn kommt

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