- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Beiträge zur runenlehre (Theodor von Grienberger) - 1. Die nordischen namenreihen

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v. Grienberger: Zur runenlehre.

werte a geführt. Der alte name haftet mit dem alten sinne
im isl. runenreime (Wimmer Die runenschr. 283), wo er
sich unmittelbar auf Odin bezieht, ebenso im ags. runenliede,
denn dass hier os hyp ordfruma élcre sprœce den ’mund’
bedeute, ist ein glücklich abgethaner irrthum. Die form
hagal des Leidener codex und der beiden irischen fuþarke
ist gewis als hagall zu verstehen und mit dem isl.
runen-namen identisch. Jiagall muss eine nebenform zum neutrum
hagl sein, mit mittelvocal und masculinem genus. Die
fas-sungen der runengedichte isl. hagall er kalda korn, norw.
{hagall) er kaldastr koma, ags. ha^l byp hwitust corna
stimmen zu einander so genau, dass die begriffliche identität von
isl. hag all, das ja ausserdem im runengedichte ’grando’
übersetzt wird, mit ags. hœ$ nicht in frage steht.

Für laugn im Leidner codex und locr im cod. Cott.,
beidemale gleich tygr, finden wir in den beiden irischen
auf-Zeichnungen lagor ohne umlaut und mit scheinbar erhaltenem
thematischem u. Da diesem lagor aber os mit umlaut und
syncope gegenübersteht, wollte Detter im Arkiv for nord. fil. 12,
206 statt lagoi : lagn lesen und das o als Schreibfehler des
letzten copisten erklären. Das ist nicht nötig. Der vocalton
des auslautenden r ist im nordischen niemals geschwunden
und eben hier unter der hand eines fremden aufzeichners
nur wieder auch zum graphischen augenschein gebracht.
Ebenso erklärt sich das a als individuelle auffassung des
umlautes å nach massgabe der vocalverhältnisse des irischen
aufzeichners. In demselben sinne äussert sich Finnur Jonsson
in Aarbøger f. Nord. Oldk. 1895 s. 308.

Für die nordische s. g. yr- oder jnrune ergeben sich, wenn
ich zunächst die zweifelhafte form des Leidner codex nicht
berücksichtige, zwei runenformen und zwei namen. Und zwar:

irische aufzeichnungen rune ^, name eir, lautwert e.

cod. Cotton. Galba A. 2. 1) „ ^, ... , „ œ.

2)„ ^ 5? yt’i • • •

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