- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
116

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Beiträge zur runenlehre (Theodor von Grienberger) - 2. Zur ableitung der runen

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116 v. Grienberger: Zur runenlehre.

mir keinen augenblick zweifelhaft erscheinen, dass wir das
gewis gotische wort dieses speerblattes ftf^c^ (linksl.) Banja
zu lesen haben, ein swm. nomen agentis oder denominativum
auf -jan, oder wenn man will etwa auch eine kurzform> die
aus westgot. llanila, Banimir saec. 7, Ranigunda thüring.
königstochter frau des Langobardenkönigs Wacho saec. 7,
Bano fränkisch saec. 9 sich erläutert und immerhin mit
Henning 10 zu an. rani ’eberrüssel, keil’ gestellt werden mag.

Aber auch in den ältesten nordischen inschriften ist dem
() als j vielleicht ein breiterer räum zu gewähren. So in den
namen Nf*kl()f* des steins von Skåäng, Stephens s. 888 l)
und Hf*Rc)f* des kamms aus dem Vimose, Stephens 305, die
ich Imrija beziehungsweise harja lese, und in der inschrift
der Vimo8er spange, Wimmer s. 147, welche mir die lesung
laasauwija \ aadagasu ergibt, ferner in der des steins von Torvik
(fac8im. Wimmer Die runenschr. 166), wo Iada(u)warjaR
gelesen werden darf.

Auch die inschrift des Steines von Steinstad, Stephens
254, | X| ^&^NPTM’’ kann igijon halaR gelesen werden, *Igijo,
*Igjo als swf. personenname wie urnord. Harizo, Lepro, Fino.

Ebenso ist endlich der zweite theil der legende des
schei-denbeschläge8 von Thorsbjærg, Stephens 295, Wimmer 104,
die das identische zeichen, nur auffallend kleiner als die
übrigen runen enthält, vielleicht nicht *niwangemariR
sondern *niwajemarÍR zu lesen. #

Die entwicklung des Zeichens führt also durch folgende
stufen. Lat. unciales G (s. u. 5) mit symmetrischer
Stilisierung zu runisch (). Dieses einerseits geradlinig ausgedrückt
L-] dann vereinfacht \, andererseits zusammengerückt und
gestreckt (s. u. 7), dann vereinfacht und endlich vollständig ab-

*) Wenn Wimmer Die runensch. 166 recht hat, dass das zwischen harija
und dem folgenden leugaR stehende zeichen JC keinen lautwert representiere
(er selbst fasst es als trennungszeichen), so kann man es auch als
ornament betrachten und *harijaleugaR, das wäre got. ViaijalitigSi lesen.

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