- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Beiträge zur runenlehre (Theodor von Grienberger) - 3. Erklärung einiger continentalen runeninschriften

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v. Grienberger: Zur runenlehre.

heiles adv. genit. ’zum glück’, so dürfen wir ohne bedenken
annehmen, dass die neutrale form des got. adjectivs hailag in
unserer inschrift ein glückwunsch sei und ’heilbringendes,
glückbringendes’ wie lat. famtum bedeute. Got. hailag reiht sich
somit ganz dem deutschen runischen hub und segun an und
steht vermuthlich im accusativ als logisches object. Das wort
für ein got. adverbium zu halten und mit dem so bekannten
lateinischen glückwunsche ’feliciter’ zu übersetzen trage ich doch
bedenken, da die im ahd. häufigen adjeetivadverbia aus dem
acc. sing, neutr. lutailj ginuog, filu, Braune ahd. gramm.3 s.
196, im gotischen nicht bezeugt sind. Es ist indessen klar,
dass die bedeutung des wortes nur wenig alteriert wird, ob man
es nun als acc. sing, eines substantivierten adjectivs oder als
ein adjeetivadverbium des identischen casus und genus auffasse.

Eine stütze für die ansieht, dass got. *hailags nicht
’sanetus’ sondern ’faustus, felix, fortunatus’ bedeute, erblicke
ich auch darin, dass Wulfila åyiog mit weihs und nicht mit
*hailags wiedergibt.

Nun zu Gutaniowi. Vergegenwärtigen wir uns nochmal
die eine Pallersdorfer spange, auf welcher zu beiden Seiten
der ttille ein weiblicher name und ein segenswort eingeritzt
sind, deren grammatischer Zusammenhang nicht ausgesprochen
ist, sondern nur errathen werden kann, so wird uns die idee
nahe rücken auf dem goldringe von Pietroassa eine parallele
anordnung von namen und heilwort zu vermuthen und wir
dürfen mit vollem rechte darauf ausgehen, den complex
Gutaniowi als einen componierten gotischen personennamen
darzustellen. Dafür kann auch der graphische grund geltend
gemacht werden, dass zwischen dem schliessenden i des ersten
und dem beginnenden h des zweiten complexes ein
ersichtlich grösserer räum gelassen ist, als zwischen den übrigen
buchstaben *). Gutaniowi ist demnach ein weiblicher name.

*) Auf den gleichfalls ziemlich deutlichen grösseren Zwischenraum
von O zu Þ ist kein gewicht zu legen. Auch die distanz von I zu O über-

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