- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Beiträge zur runenlehre (Theodor von Grienberger) - 3. Erklärung einiger continentalen runeninschriften

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v. Grienberger: Zur runenlehre.

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Er zertällt in die compositionstheile Guta und niowi, wovon
der erste gewis mit dem volksnamen identisch ist (er findet
sich als erstes glied wol auch in langobard. Gusperto
Bruckner 263), der zweite aber sich zu got. niujis, niuja, idg.
néujo-, néwc- adj. ’neu’ stellt, und als eine andere form
*niweis zu betrachten ist, die auf der silbischen trennung
*ne-uio gegen *neu-ip des got. adj. beruhen muss. Ich setze
demgemä8S ein got. femininum *niwi gen. *niujös (im
ge-gen8atze zum adj. niuja, niujaizóa), wie *rnawi, maujos, thi wi,
thiujós an, als entsprechung zu ahd. -niuui in den. namen
Peraht-, Midi-, Hruadniuui des 8 und Fridi-, Ger-,
Bat-Zeizniuui des 9 jh., latinisiert Baudo-, Teudonivia, neben den
einfacheren auf -mV, Adal-, Oster-, Purihniu und solchen auf
-ni, Förstern, nbch. I, eine bildung, die ausschliesslich auf
feminina beschränkt erscheint, wenigstens finde ich a. a. o. unter
65 namen dieser gruppe keinen masculinen nachgewiesen. Die
bedeutung dieses zu ahd. niuwi, niwi, ags. níwe, néowe as.
niwi, afris. nie ’neu’ gehörigen substantivs ist nach griech.
véfog ’neu, jung’ (vgl. Grimm in Kuhns zs. I 429 ff.) gewis
keine andere als ’mädchen, Jungfrau’ und somit könnte
*Gu-taniwi ’Gotenmädchen’ immerhin auch appellativisch gefasst
werden. Dass die form dieses substantivs eine andere ist als
die des got. adjeetivs hat gewis in alten accentverhältnissen
seinen grund und zwar so, dass niuja aus *néu-iö, niwi aus
*ne-uió herzuleiten ist. Was das o in Gutaniowi d. i. *niowi
= *ni-wi betrifft, so könnte man es lediglich
orthographisch fassen, nicht anders, wie ou für got. w in
lateinischen aufzeichnungen. Wenn got. Ouida bei Jordanes ed.
Mommsen 87, 9, söhn des Nida d. i. wol *Neida zu neip stn.
und andaneips adj., als * Weida zu construieren und mit ahd.
Uuido Piper Libri confrat. Wido, Wydo, Guido Förstern, nbch.
I zu verbinden ist, oder der genitiv Ouiiamuthisy Jordanes 126,

schreitet die norm in etwas und die beiden V zu beginn und schluss der
inschrift erscheinen nicht minder um ein geringes abgerückt.

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