- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Der ursprüngliche modusgebrauch in temporalsätzen, welche mit ádr (en) und fyrr en eingeleitet wurden (Reinhard Kraut)

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Der ursprüngliche modusgebrauch in
temporalsätzen, welche mit ádr (en) und
fyrr en eingeleitet wurden.



In den vortrefflichen abhandlungen über anord. syntax,
welche M. Nygaard in den ersten drei bänden des Arkivs
veröffentlicht hat, finden auch die temporalsätze, mit átr (en)
und fyrr en eingeleitet, eine eingehende behandlung (§58
—61).

Nygaard unterscheidet in diesem abschnitte mit recht
negierte und affirmative hauptsätze und giebt die regel, welche
auch für die altdeutschen dialekte festgestellt ist (ahd., as.,
mhd.), dass durchweg bei negiertem hauptsätze im
temporalsätze (mit á&r [en] und fyrr en) der indikativ stehe, bei
affirmativem hauptsätze dagegen der konjunktiv. Zugleich
führt er zahlreiche ausnahmebeispiele an — ungerechnet
diejenigen, bei denen hortative, finale u. a. tendenzen des
haupt-satzes den konjunktiv im nebensatze erfordern.

Die entstehung dieser regel zu begründen und die Ursache
ihrer vielen ausnahmen zu suchen, sei die aufgäbe
vorliegender zeilen.

Zu diesem zwecke ist es zunächst notwendig, die
ver-gleichsätze nach einem komparative heranzuziehen.

In seinen "grundzügen der deutschen syntax" (Stuttgart
1886) sagt Oscar Erdmann (§ 190): "In der jetzigen spräche
gänzlich verschollen, aber von historischem interesse ist der
durch alle germanischen sprachen zu verfolgende gebrauch
des konjunktivs in vergleichenden nebensätzen, die sich auf

einen komparativ des hauptsatzes beziehen.....Der grund

für diesen uns auffallenden konjunktiv kann nur darin liegen,
dass das Vorhandensein des angegebenen grades der
eigen-schaft im nebensatze nur als angenommen, nicht als
wirklich vorhanden galt, sodass der komparativ dieselbe Wirkung
auf die geltung des nebensatzes ausübte, wie sonst eine ne-

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