- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
272

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Der ursprüngliche modusgebrauch in temporalsätzen, welche mit ádr (en) und fyrr en eingeleitet wurden (Reinhard Kraut)

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272 Kraut: Modus in temp.-sätzen mit där (en), fyrr en.

gation." .... "Dementsprechend gilt fast ebenso durchgehend
die zweite regel, dass, wenn die geltung des komparativs
durch Verneinung, frage oder hypothetische form des satzes
aufgehoben oder in frage gestellt wird, im nebensatze der
indikativ eintritt".

Diese regel hat im ahd. und selbst weit ins mhd. hinein
durchweg gültigkeit *). Ferner heisst es bei Erdmann (§ 191):
"In gleicher weise steht der konjunktiv im got., ahd., mhd.
gewöhnlich nach den konjunktionen, welche angeben, dass
die handlung des hauptsatzes früher geschieht oder
geschehen ist, als die des nebensatzes.....Auch hier wird die

Wirkung auf den modus durch negation im hauptsatze in der
regel aufgehoben".

Dieses letztere gesetz, welches im ahd. und as. fast
ausnahmslos befolgt ist (vgl. Erdmann, a. a. o., Förster, gebrauch
der modi im ahd. Tatian. Diss. Kiel 1895; Behaghel, modi
im Heliand; Paderborn 1876), hat im mhd. bereits
grossen-teils seine gültigkeit verloren. Der grund für diese
erschei-nung liegt m. e. darin, dass man allmählich die
komparativische bedeutung der temporalkonjunktion ë(r) vergessen
hatte und infolgedessen diese temporalsätze nicht mehr als
komparativische vergleichsätze behandelte (in denen ja noch
mhd. die alte regel meist geltung hatte). Daher ward auch
schon bald die für den vergleichsatz notwendige partikel
danne fortgelassen (wie im anord. en nach áðr) und der
komparativ in den nebensatz gerückt (gleichfalls wie im
anord.).

Es handelt sich nun zunächst um die frage: Sind die
diesbezüglichen Verhältnisse im anord. genau dieselben, wie im
deutschen?

Um die antwort gleich voraus zunehmen: genau
dieselben Verhältnisse sind im anord. insofern nicht festzustellen,

*) In der "Gudrun" z. b., die nur in einer hs. des 16. jh. überliefert ist,
gilt diese regel vollständig mit einer (vielleicht nur scheinbaren) ausnähme.

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Project Runeberg, Tue Nov 12 12:01:53 2019 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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