- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Der ursprüngliche modusgebrauch in temporalsätzen, welche mit ádr (en) und fyrr en eingeleitet wurden (Reinhard Kraut)

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Kraut: Modus in temp.-såtzen mit aar (en), fytr en. 277

lieh nur in papierhss. des 17. Jahrhunderts überliefert, von
denen die 2 wichtigsten (A. M. 113a u. 113 ) abschriften
einer sehr alten, nicht mehr erhaltenen membrane sind, die
offenbar noch den alten syntaktischen gebrauch hatte.

Die ebenerwähnte stelle ist kap. V, 51): ... oc talþe,
hvat h^num varþ fyrer, áþr hann mætte því mále til laga
coma etc. Dasselbe wird Hœnsaþórissaga, Kap. 142) mit
etwas anderen Worten erzählt, ohne dass jedoch die
konstruktion geändert sei: ... ök sagdi nú, hversu mikit honum vard
fyrir, ádr hann gåt þessu máli til skila komit. Bei Are ist
also die syntaxregel noch befolgt, während die parallelstelle
schon von derselben abweicht.

Fasse ich nun noch einmal meine behauptungen
zusammen, so sind es im wesentlichen folgende:

Die temporalsätze mit tör (en) und fyrr en sind
ursprünglich komparativische vergleichsätze und waren, wie
diese der regel unterworfen, dass in denselben bei negiertem
hauptsatze der indikativ stand, bei affirmativem
haupt-satze aber der konjunktiv3), und zwar aus den gründen,
welche 0. Erdmann a. a. o. angiebt. Die
Zusammengehörigkeit dieser beiden Satzarten ist schon früh vergessen
worden, ebenso wie die für dieselben geltende regel, welche daher
schon zeitig ausnahmen gestattete (sicher bereits in der zweiten
hälfte des 13. jh.), bis schliesslich — selbst in mustergiltiger
prosa — die modi in beiden Satzarten — besonders in den
temporalsätzen — mehr oder minder willkürlich gebraucht

’) Citiert nach W. Oolthers ausgäbe, HaUe 1892.

*) vgl. Golther, I. B. s. 88,10.

*) Ein ähnliches bild bietet auch das ags. (es kann hier wol daher von
einer gemeingerman. syntaxregel die rede sein): vgl. Béowulf 254: Nu ic éower
sceal frnmcyn witan, ær gé fyr heonan lease scéaweras on land Dena furdur
féran. Ebenso: 264, 677, 2819 (782 steht der temporalsatz im
abhängigkeits-verhältnis); allerdings 2020 schon ind.: oft hio béahwrictan secge sealde, ær
hio tó setle géong.

AUKIV TOB NOBDJBJC FILOLOGI XIV, NT FÖLJD X.

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