- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Anmälan: The tale of Thrond of Gate, commonly called Fœreyinga saga (R. C. Boer)

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Boer: Anmälan.

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scheint mir die zweite hälfte. Der verf. liefert hier wertvolles
material für das studium der realia. Auch die literarischen
Zusammenstellungen und die chronologischen erörterungen sind sehr
brauchbar. In dieser richtung liegt augenscheinlich herr Y. P.’s
talent. Weniger glücklich ist er da, wo er über fragen aburteilt,
zu deren entscheidung philologische Schulung erforderlich ist.
Überhaupt sollte eine ausgäbe wie diese nur eine popularisierende
ten-denz haben und nur sichere resultate mitteilen. Will sie
zugleicher-zeit wissenschaftlichen zwecken verfolgen, so entsteht leicht eine
amphibische Schöpfung, welche weder dem publicum noch dein
fachmanne genügt. Herr Y. P. teilt seine hypothésen als
begründete tatsachen mit, und dem kritiker liegt die unangenehme pflicht
ob, die unStatthaftigkeit solcher behauptungen nachzuweisen.

Schon der titel ist willkürlich geändert. Wenn die Olafs saga
Tryggvasonar sich ausdrücklich auf die Færeyinga saga als ihre quelle
beruft1), so meint herr Y. P.: that it can only have been a religious
scruple that wade the scribes evade giving it his (d. h. Þránds)
name, eine behauptung welche durch analoge beispiele
wahrscheinlich zu machen wäre, und er nennt die saga: The Tale of Thrond
of Gate, weil Þrándr: plainly ths hero of the Saga ist. Auch das
wäre zu erweisen. Zwar ist Þrándr eine höchst interessante
gestalt, auch begegnet er schon im ersten capitel und stirbt erst im
letzten; doch erzählt die saga von ihm gewiss nicht mehr als von
seinem gegner Sigmundr Brestisson, und dieser flösst manchem
leser — denn das ist bis zu einem gewissen grade geschmackssache
— kein geringeres interesse ein als jener. In mehreren abschnitten
wird Þrándr gar nicht genannt; gegen den schluss tritt er vor
seinen verwanten Sigurctr Þórctr und Gautr völlig in den hintergrund.
Die sagaschreiber con een trierten eben nicht alles interesse auf eine
einzige gestalt. Das bedürfniss, in einer alten saga die abrundung
eines modernen romanes zu sehen, fuhrt herrn Y. P. ferner
einerseits dazu, ohne genügenden grund ganze abschnitte für zusätze
zu erklären, während er andererseits motive hinzudichtet, von denen
keine spur überliefert ist. Ein beispiel der letzteren art liefert
die anmerkung zu s. XII. Der ring, den Sigmundr ven Håkon
jarl empfing, wird die Ursache seines todes; Óláfr Tryggvason
scheint das zu ahnen und bittet Sigmundr, aber vergebens, dass er
ihm den ring gebe. Durch Olafs ahnung wird der ring — der
aus dem tempel der göttin Þorgerdr horgabrúctr stammt — zu
einem verhängnisvollen besitztum. Solche züge begegnen in der
alten literatur häufig und wirken poetisch; doch beherrschen sie
selten oder niemals die ganze intrigue, nicht einmal der
Andvara-nautr repräsentiert das ganze geschick seiner besitzer. Für herrn

schreibt z. b. s. X—XI: es min cetlan at thar siti einn hinn verste moar á
aullom Nordrlaundom es hann es. Also: es. siti. verste. aullom. la,undom!
*) Und zwar sowol die redaction der Flateyjarbók (I, 369) als die der
Fornmanna sögur (II, 92), sogar an verschiedener stelle.

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