- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
382

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Anmälan: The tale of Thrond of Gate, commonly called Fœreyinga saga (R. C. Boer)

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Boer: Anmälan.

Y. P. aber wird Sigmunds ring zu einen Symbole des heidentums
und der heidnischen Zauberkraft; er kann nicht annehmen, dass
derselbe nach Sigmunds ermordung seine aufgäbe erfüllt hat, und
glaubt, dass die Überlieferung verderbt ist. "In the original
tradition the ring must have fallen to Thronds share. He would not
let it go, but take it as fea for his trouble. It should then have
turned up in connection with the catastrophe somehow; we may
imagine the little Sigmund carrying it off with him, and Thora
having it made into a chalice for Scufey church93. Das heisst nicht
mehr eine saga untersuchen, sondern selbst als sagaschreiber
auftreten.

Es ist wol auch auf grund der von herr Y. P. construierten
einheit, dass er die capita, welche von Sigmunds wikingzügen
berichten, fjir zusätze erklärt. Die frage, ob sie historisches enthalten,
ist für die frage nach der echtheit von untergeordneter bedeutung;
unwahrscheinlicher als das übrige sind die züge jedenfalls nicht.
Überflüssig ist ihre erwähnung auch nicht, denn durch sie
gewinnt Sigmundr die gunst des Hakon jarl. Für eine geänderte
ge-schmacksrichtung zeugen sie auch nicht, denn so lange die Isländer
geschichte geschrieben haben, haben sie auch von wikingfahrten
berichtet, denn damit fangt eben die geschichte der Nordländer an;
nur dann könnte von einem geänderten geschmacke die rede sein,
wenn hier fabelhafte kraftproben und übernatürliche abenteuer
erzählt wären; man vergleiche nur die erste beste lygisaga, und der
unterschied im stile wird.sich zeigen. Aber freilich spielt die
geschichte nicht auf den Færeyjar und tritt Þrándr darin nicht aaf,
was dem Verfasser der einleitung genügt zu haben scheint. Um
die episode zu verurteilen, brauchte es aber fur den philologen
eines weiteren beweises als der aussage: Sects IV and IX1) are
fictitious matter, absolutely of the same Tänd as those miserable
episodes that disfigure Nial’s Saga and many more, and show the
sad decay of taste for true epic prose in the post-classic centuries,
which had began to care for other things than native traditions.

Bei der beurteilung der echtheit einer erzählung kommen
ästhetische gründe nur in zweiter linie in betracht. Nachdem die
Untersuchung auf anderem wege geführt worden ist, können
ästhetische betrachtungen als stütze der gewonnenen ansieht
herangezogen werden; es zeigt sich dann in der regel zugleicherzeit, ob
unsere ästhetik ein hirngespenst oder objektiv — d„ h. dem
kunst-werke angemessen — ist. Herr Y. P. aber wählt die ästhetische
methode. Daher denn immer das lob der erzählung durch ver-

*) Seet IX enthält die geschichte von £r&nds verwanten Ol. s. h. c. 187.
329—334 (Fiat. II, 249—50. 394—99).. Bis zu einem gewissen grade gut das
gesagte auch für diese episode; nur die widerholung des motives des c. 830
in c. 331 ist verdächtig und lässt den gedanken aufkommen, dass c. 381
ein zusatz sein könnte; für die unechtheit des ganzen spricht, soweit ich
sehe, kein einziger grund, wenigstens führt herr Y. P. keinen an.

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