- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
383

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Anmälan: The tale of Thrond of Gate, commonly called Fœreyinga saga (R. C. Boer)

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Boer: Anmälan.

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gleichung mit etwas fremdem verkündet, wird. Seet I ist: Homeric
and Homeric in the right Odyssean vein. Oláfr Tryggvasons rede ist:
Herodotean. C. 51 ist: Shakspearean. Die fatalität des ganzen ist:
Sophodean. Þránds geisterbeschwörung ist: as impressive as the
visions in Macbeth. Ist denn nichts mehr altnordisch? Diese
adjective aber bedeuten in herr Y. P/s spräche einen hohen grad
von Vollkommenheit, und Vollkommenheit bedeutet echtheit. Also
sind die betreffenden stücke alle echt. Nun ist es aber für jeden,
der die saga aufmerksam liest, klar, dass der stil jener gepriesenen
stücke nicht überall derselbe ist. Namentlich ist Oláfr
Tryggvasons Herodotean speech sehr in die länge gezogen und insofern in
der tat Herodotisch; er contrastiert aber durch diese eigenschaft
stark mit andern teilen der saga, deren ausdrucksweise
durchgehend sehr kurz, sogar mitunter durch kürze weniger klar ist. Die
frage, welche wol eine nähere Untersuchung verdient, ob nicht die
rede des königs die arbeit eines redactors der Olafs saga ist, und
die damit zusammenhängende, ob nicht die ganze episode Plat.
I, 362. 364—69 eine Umarbeitung im stile der Olafs saga ist, kann
ich an dieser stelle nur streifen; daraus würde sich der unterschied
im stile mit solchen abschnitten, welche mechanisch
nachgeschrieben wurden, erklären. Darauf deutet auch die schon genannte
Verweisung auf die Færeyinga saga als auf eine andere schrift (s.
369), welche nur ein zusatz des bearbeiters der Ol, s. sein kann ’),
welche aber zugleicherzeit anzudeuten scheint, dass das, was er
schrieb, für ihn nicht die Færeyinga saga sondern einzig und
allein die Olafs s. war, während er die Fær. s. nur als seine
quelle betrachtete. Daför spricht ferner der einschub des c. 295,
welches von Þangbrandr handelt, zwischen c. 294 und 296, welche
beide stofflich zur Fær. s. gehöhren (c. 28. 29 bei Y. P.). Auch an
anderen stellen zeigen sich spuren selbständiger bearbeitung der saga
durch den compilator, der sie in die Ol. s. aufham (vgl. unten).

Wer die älteste gestalt eines denkraals zu reconstruieren
wünscht, muss mit einer vergleichung der Überlieferungen
anfangen. Das hat herr Y. P. nicht getan. Wir würden nicht
einmal vernehmen, dass es neben der in der Flatevjarbók
überlieferten überhaupt noch eine andere recension der Fær. s. gäbe, wenn
es der Übersetzer nicht für gut erachtet hätte, aus ihr ein capitel,
welches ihm mehr als das entsprechende in der Fiat, mit den
übrigen berichten in einklang zu stehen schien, in den text
aufzunehmen. Also wieder ästhetische rücksichten. Er teilt uns nicht
einmal mit, dass jener text in den Fornmanna sögur zu suchen
ist. Ich werde nun gerade an diesem beispiel zeigen, welchen nut-

*) Freilich sollte herr Y. P. ans dem grund die stelle nicht
ausgelassen haben, denn nichts beweist, dass sie jünger als das vorhergehende ist.
Wenn aber der Übersetzer sie aus kritischen gründen ausliess, so sollte er
sie um ihres inhaltes willen an anderer stelle — etwa in der einleitung —
mitgeteilt haben.

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