- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
387

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Anmälan: W. Streitberg, Urgermanische grammatik (C. C. Uhlenbeck)

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Uhlenbeck: Anmälan.

387

Der Verfasser hat seiner laut- und accentlehre ferner noch eine
Übersicht der Sprachphysiologie vorausgeschickt, welche trotz ihrer
kürze dem anfänger alles nötigste bietet. Und dann bespricht er,
nach einer skizze des indog. vocalismus, die Vertretung der
ursprachlichen vocale im Germ., wobei er zwischen haupttonigen und
nicht-haupttonigen silben systematisch scheidet und zugleich den
versuch macht die vocaländerungen chronologisch zu bestimmen.
Von den bezw. wenigen fällen, in welchen ich Streitberg’s
mei-nung nicht teilen kann, erwähne ich nur, dass er (s. 44) indog. 9
in haupttoniger silbe ausschliesslich durch a vertreten sein lässt
und die von Sievers* herrührende ansieht, dass u auch in
haupttoniger silbe und nicht nur in der nähe von liquiden oder nasalen
aus o entstanden sein könne (Beitr. 16, 235 ff.), zurückweist. Auch
glaube ich nicht, dass es noch zur zeit der indog. sprach trenn ung
uncontränierte tautosyllabische øi und 9u gegeben habe (s. 45).

Die vocalischen auslauts&resetzo kommen erst im abschnitt
über den accent (s. 163—191) zur spräche. Dieser teil des
bu-ches verdient besondere anerkennung, denn es ist hier das erste
mal, dass die ergebnisse der von Hanssen vorbereiteten und von
Hirt zu ende geführten Untersuchungen über die verschiedene
be-handlung geschleifter und gestossener längen. in eine
grammatische darstellung des Germ. eingang gefunden haben.
Zweifelsohne wird Streitberg’s Verteidigung der accent- und morentheorie
und seine Widerlegung der altern auslauthypothesen dem neuen
Standpunkte manchen freund erwerben.

Die abteiluug der lautlehre, welche dem consonantismus
gewidmet ist (s. 97—153), wird durch eine Übersicht der indog.
con-sonanten eröffnet. Dann folgt eine chronologische darstellung der
germ. lautverschiebung, welche besonders geeignet ist den
anfänger mit der historischen methode vertraut zu machen und ihm
einen einblick in die aufeinanderfolge sprachlicher ereignisse zu
gewähren. Es ist jedoch schade, dass Zupitza’s lehrreiches buch
über die germ. gutturale Streitberg noch nicht vorlag, als er sich
über die Schicksale der labiovelaren auszusprechen hatte (s. 110.
122. 125. 134). Zupitza hat endgültig dargetan, dass die
labialisation in %u und ku im anlaut nur vor u und consonanz verloren
gegangen war, wodurch manches in Streitberg’s buch leider schon
jetzt veraltet ist. Scheinbar ansprechenden etymologien wie mhd.
hall : an. Jwellr, got. hals : an. hvd u. dgl. ist durch die
klar-stellung der lautgesetze für immer der boden entzogen worden.
In einem wichtigen punkte hat auch Zupitza m. e. das
richtige nicht getroffen, nämlich wo er behauptet, dass
anlautendes gu unter allen umständen die labialisation eingebüsst habe.
Dagegen habe ich (Beitr. 22, 543 ff.) zu erweisen versucht, dass auch
anlautendes gu nur vor u und consonanz zu g geworden sei (an.
gunnr, ags. gwt : gr. dslvo*, yóvog) : später wurde es in allen
andern fällen durch Sievers’ gesetz zu u (an. varmr : skr. gharmdr

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