- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Fjortonde Bandet. Ny följd. Tionde Bandet. 1898 /
388

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Anmälan: W. Streitberg, Urgermanische grammatik (C. C. Uhlenbeck)

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Uhlenbeck: Anmälan.

u. dgl.). Es sei mir erlaubt hier einen ziemlich sichern fall von
g aus gu vor consonanz nachzutragen, nämlich got. grëtan, an.
grata (wozu mit ablaut an. grø’ta und ahd. gruozan), das sich mit
gr. q)Qá£o) (*(pQádi(ú), apr. gerdaut ’sprechen’ unter einer wurzel
*$ircd-y *gAcrd- vereinigen lässt. Zupitza’s beleg an. grunr : gr.
<pQJjv hat keine beweiskraft, denn das nordische wort ist
wahrscheinlich ganz anders zu beurteilen (vgl. Wadstein, IP. 5, 28).
In Widerspruch mit Streitberg und Zupitza halte ich
wortgleichun-gen wie an. gandr : gr. delvo* für verfehlt und die Verbindung
von got. gildan, an. gjalda mit gr. réÅdog lässt sich m. e. nur
aufrecht erhalten durch die annähme, dass das g aus guldutn,
gul-dans übertragen sei (vgl. Osthoff, IF. 4, 269). Ferner nimmt
Streitberg (s. 111) an, dass die labiovelaren unter unbekannten
bedingungen zu labialen geworden seien. Mir dünkt es noch
immer, dass Kluge vor jähren im rechte war, als er den germ.
Übergang von gutturalen in labiale durch labiale Umgebung zu
erklären versuchte, ohne dass ich aber das gewicht der
entgegengesetzten ausfuhrungen Zupitza’s unterschätzen möchte.

Im capitel über die consonantenverbindungen (s. 138—151)
vermisse ich eine erörterung über die urgerm. geminaten %%, ff
pp und gg, bb, dd. Es geht allerdings aus 8. 148 ff. hervor, dass
Streitberg mit Kauffmann (Beitr. 12, 520 ff.) die gemination in
fallen wie ahd. chnappo u. dgl. einer westgerm.
consonantendeh-nung vor n zuschreibt. Nun dürfte es aber vielmehr scheinen,
dass schon im Urgerm. geminierte spiranten und mediae vorhanden
waren, denn es liegt kein zwingender grund vor um wörter wie
an. spott (mit tt aus pp), iuggr, vagga, gäbb, krabbe, stubbr, Tcodde,
todde, padda als lehnwörter aus dem Westgerm, zu betrachten.
Die von Kluge (Beitr. 9, 176 f.) vorgeschlagene erklärung ist mir
noch immer annehmbar (vgl. zu einzelnen Wörtern Beitr. 22, 193 ff.).

Mit recht findet Streitberg (s. 143) es wahrscheinlich, dass
indog. mr anlautend durch germ. br vertreten sei (so erklärt sich
ebenfalls got. brüps : avest, mraomi); hinzuzufügen ist jedoch, dass
anlautendes m auch vor l zu b geworden zu sein scheint. Das
sicherste beispiel ist got. bleips, sei es denn, dass man es mit
Johansson (Beitr. 15, 226 f.) zu skr. mlä’yati oder aber mit mir
(Beitr. 20, 563 f.) zu skr. mrityati stellen wolle.

Die formenlehre, welche die kleinere hälfte des buches
ausmacht (s. 192—348), ist sachgemäss in zwei abschnitte verteilt :
im ersteren sind nominal- und pronominalflexion zusammengefasst,
während der zweite das verbum zum gegenständ hat. Streitberg’s
darstellung der flexion hat dieselben Vorzüge wie der
vorhergehende teil: klare ausdrucksweise und praktische anordnung machen
den gebrauch dieser grammatik zu einer freude. Die
Übersichtlichkeit der formenlehre wird besonders dadurch erhöht, dass die
paradigmata in fünf altgerm. mundarten neben einander aufgeführt
werden. Wie der phonetische teil des buches zugleich als einlei-

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Project Runeberg, Tue Nov 12 12:01:53 2019 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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