- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Adertonde Bandet. Ny följd. Fjortonde Bandet. 1902 /
182

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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182

Heusler: Anmälan.

Snorri Sturluson Edda udgiven af Finnur Jonsson.
København forlagt af Universitetsboghandler G. E. C. Gad 1900. XII og
287 S.

Die Abdrucke der Handschriften R, U, 748, 757, leß in der
grossen Ausgabe der Snorra Edda sind, wie Finnur Jonsson S. I
feststellt, sehr genau. Für die handschriftliche Ueberlieferung des
Werkes kann man sich also nach wie vor vertrauensvoll an die
editio Arnamagnœana wenden. Diese soll durch den vorliegenden
Band nicht ersetzt werden. Vielmehr hat uns Finnur Jonssons
unermüdliche Arbeitskraft eine Handausgabe bescheert, die einerseits
dem Lernenden das wichtige Denkmal in zuverlässiger Gestalt
übermitteln will, anderseits auch neben der grossen Ausgabe den
selbständigen Wert behauptet, dass sie der Urform Snorris näher zu
kommen trachtet. Nach den beiden Seiten hin hat sich F. J. ein
schönes Verdienst erworben; dem Ref. ist es eine Freude, den Dank
fiir die erwünschte Gabe abzustatten.

Die Grundlage für die Textgestaltung bilden F. J.’s
Untersuchungen in den Aarbøger 1898 S. 283 ff. Dort hatte F. J. den
Ansichten Müllenhoffs und Mogks eine Auffassung entgegengestellt,
die sich mit der der früheren Herausgeber und der von Bugge
(Aarb. 1875) näher berührt, aber den Abstand zwischen Snorris
Text und der Hss.-gruppe R geringer veranschlagt.

F. J. ist m. E. der Nachweis geglückt: U giebt nicht ein
Abbild von dem unvollendet und ungeordnet hinterlassenen Werke
Snorris; auch hinter U steht zunächst eine Form ähnlich der von
RTW; das ausserhalb von U überlieferte hat nicht den blossen
Wert einer Conjectur. Im besondern betrachte ich die beiden
Hauptpunkte als gesichert: der Erzählstil, wie ihn U zumal in der
Gylfa-ginning zeigt, entspricht nicht der klassischen Snorrcrnischen Prosa,
die wir aus der Heimskringla kennen, sondern nähert sich mehr
oder weniger einem Excerpt; und: die ursprüngliche Anordnung
der Skáldskaparmál liegt im wesentlichen in der Hs. R vor.

Dass U in mehreren bedeutenden Fällen allein das ältere
bewahrt hat, ist auch F. J.’s Meinung. Es ergiebt sich daher die
Forderung: für eine Herstellung des Urtextes ist U nirgends zu
entbehren. Und vermutlich müsste man dieser Hs. einen grössern
Ein-fluss einräumen, als es F. J. getan hat. — Auch in dem Punkte,
der für Müllenhoff am wichtigsten war, scheint mir die Deutsche
Altertumskunde 5, 231 Recht zu behalten: Snorri selbst hat die
eddische Liedersammlung nicht benützt; wo ausser Vpluspá,
Vaf-þrúdnismál, Grímnismál, Alvíssmál Gedichte der Sammlung
ausgezogen werden, da stehen wir Bearbeitern gegenüber.

Die Varianten werden in dem Umfang mitgeteilt, dass die
Lesart von R überall erkennbar wird. Der Text soll der von R
sein, gereinigt nach den andern Hss., oder, was im Sinne des Her-

ARKIV rÖK NORDISK FILOLOQI XVI.’I, ftY FÖLJD XIV.

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