- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Adertonde Bandet. Ny följd. Fjortonde Bandet. 1902 /
186

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Heusler: Anmälan.

Bars, faäir Magna, dólgr Belia). Auf die ’sannkenningar’, die
anscheinend die zweite Unterabteilung der fornpfn bilden, würde
ebenfalls jene Definition nicht zutreffen (vgl. Håtta tal zu Str. 4). Die
kvinna-heiti in c. 66 sodann setzen durchaus die Gattung von c. 63
fort: vif, brüär, flioä, sprund, svanni usw. sind wesensähnlich mit
gumnar, drengir, scggir, liónar usw. Am Schluss von c. 66 handelt
es sich wieder um Bausteine für zweigliedrige Ausdrücke, daher die
nicht miszuverstehende Angabe: ’ok er þat vidrkenning’. In den
capp. 67-72 kommen keine fornpfn mehr sondern ókend heiti
neben kenningar.

Darnach kann man nicht sagen, dass eine Dreiteilung wie die
oben gegebene oder überhaupt eine Dreiteilung den Stoff der
Skáld-skaparmál beherrsche. Mit der Wendung ’Enn eru þau heiti, er menn
låta ganga fyrir npfn manna’ usw. (c. 65) wird eine Episode
eingeschaltet, eine Abart, die im Grunde zu der Klasse ’kenning’ gehört,
und darauf nimmt die Sammlung der ókend heiti ihren Fortgang.
— Trifft dies zu, so kann das in RTW c. 1 S. 74 aufgestellte
Programm ’þrenn er grein skáldskapar-máls’ usw. nichts anderes sein
als ein missglückter Versuch, die Abart der fornpfn auch schon in
den Grundplan hereinzuziehn. Und die im Sinne Snorris richtige
Antwort auf die Frage ’Hvert raáltak er haft til skaldskapar?’ giebt
Bragi in der Hs. U: ’Tvent, kent ok ókent’.

Die Tatsache, dass in der Schlusspartie der Skm. stilistisch
ungleichartiges durcheinander geht, bleibt auch bei dieser
Auffassung bestehn. Nur bezweifle ich, ob wir durch blosses
Einklammern einzelner Absätze dem näher kommen, das Snorri hinterlassen
hat. Die stofflichen Rubriken ordnen sich eben hier den stilistischen
über. Dass dies jemals anders war, dass also z. B. die kenningar
für die Körperteile einst ihre gesonderten Plätze hatten oder aber
völlig fehlten, das bliebe eine lose Vermutung.

Die þulur lässt der Herausgeber im Anhang folgen. Zu dem
Háttatal hat F. J. schon Lit. hist. 2, 695 die überzeugende
Ansicht ausgesprochen, dass der Commentar von keinem andern als
Snorri herrührt.

Bei einer Ausgabe von der Hand F. J.s versteht es sich von
selbst, dass den Skaldenstrophen alle erdenkliche Sorgfalt
zugewendet ist. Man siebt mit Ueberraschung, in wie vielen Fällen der
poetische Text anders gestaltet wurde als bei Sv. Egilsson im 3.
Bande der ed. AM. Z. T. giebt sich die veränderte Auffassung nur
in der Interpunction zu erkennen; häufig aber sind andre Lesarten
bevorzugt, und nicht selten greift eine Conjectur ein. Manche der
Besserungsvorschläge gehn auf Konrad Gislason zurück. Es ist kein
Zweifel, dass die Skaldencitate jetzt in weit lesbarerer und
eleganterer Gestalt vorliegen; sie tragen dazu bei, die neue Ausgabe
unentbehrlich zu machen.

Für mindestens entbehrlich dagegen halte ich die
etymologischen Deutungen der Eigennamen im Register. Es läuft hier viel

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