- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Adertonde Bandet. Ny följd. Fjortonde Bandet. 1902 /
369

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Walde, AI., Die germanischen Auslautgesetee. Eine
sprachwissenschaftliche Untersuchung mit vornehmlicher Berücksichtigung
der Zeitfolge der Auslautsveränderungen. VI u. 198 SS. 8 Halle
a. 8. 1900.

Die germanischen Auslautsgesetze aufs neue und in einer
besonderen Schrift zu behandeln, beweist einen nicht geringen Mut
und ein nicht kleines Selbstvertrauen. Denn die Fragen, um die
es sich hier handelt, gehören zweifelsohne zu den schwierigsten der
germanischen und indogermanischen Sprachgeschichte, weil sie
eine genaue Untersuchung des Thatbestandes, eine weitgehende
Kenntnis der idg. Grammatik und eine grosse Kombinationsgabe
erfordern. Bs gibt eben hier Nüsse zu knacken, wie sie so hart nicht
allzuhäufig vorkommen, und zudem muss der Forscher ein gutes
Mass von Resignation besitzen, denn die Hauptfrage ist gelöst, und
es handelt sich jetzt um die Einzelheiten schwierigster und feinster
Art, bei denen viele sich nicht überzeugen lassen, sich vielmehr mit
dem weisen, aber auch so bequemen non liquet begnügen werden.
Ich fürchte, dies wird Dr. Walde bei vielen passieren, und darum
will ich gleich betonen, dass eine ganz respektable Summe geistiger
Arbeit, eine Fülle von Scharfsinn und ausserdem ein grosser Fleiss in
diesem Buche steckt, dass der Verfasser, mit allen wünschenswerten
Eigenschaften ausgestattet, eine Reihe von Fragen zweifellos
gefordert, anderen wenigstens ein anderes Gesicht abgewonnen hat.

Da es sich um Probleme handelt, mit denen ich mich vor
Jahren beschäftigt, so habe ich die mühevolle Arbeit, eine Anzahl
der Fragen an der Hand von Waldes Buch noch einmal
durchzuarbeiten, und mich, soweit es anging, von ihm belehren zu lassen,
nicht gescheut, obgleich mich in der lezten Zeit ganz andere
Probleme beschäftigt haben. Es ist dies auch der Grund, weshalb die
Anzeige verhältnismässig spät erscheint. Ich hoffe aber daraus, dass
mir die Probleme lange fern gelegen haben, den Nutzen ziehen zu
können, dass ich sie einigermassen objektiv betrachte.

Der Verfasser stellt sich bei seiner Betrachtung der
germanischen Auslautsgesetze auf den Boden der "Akzenttheorie", deren
erste Anfange auf Scherer und Mahlow zurückgehen, die dann
durch Leskiens Nasaltheorie fast ganz verdrängt wurde. Die erste
klare Erkenntnis findet sich bei Hanssen Kuhns Zschr. 27, 612 ff,
aber ich darf doch wohl daran erinnern, dass Hanssens Theorie
seiner Zeit fast allgemein abgelehnt wurde, und dass Kluge in Pauls
Grd. 1, 358 ff., Streitberg Germ. Komparative auf Brugmann
Grd. 2, 528, Jellinek Beiträge zur Erklärung der germ. Flexion
neue Erklärungen aufstellten, die jetzt wohl alle der Vergessenheit
anheimgefallen sind, während sich die Akzenttheorie eines ziem-

A1UCIV FÖR NORDISK FILOLOGI XVIII, NT FÖLJD XIV.

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