- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Adertonde Bandet. Ny följd. Fjortonde Bandet. 1902 /
373

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Hirt: Anmälan.

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urnord. Form, swestar noch die Länge -ce vorliege. Denn wenn
das Gesetz von der Verkürzung der Langdiphthonge noch nicht
gewirkt hätte, so hätte swesté’r doch durch den Stosston verkürzt
werden müssen. Den Unterschied zwischen-wolfan und swestar hat
m. E. Bugge ganz richtig erklärt, indem er in dem a von wolfan
einen reducierten Vokal sah, der doch die Vorstufe zu dem Schwund
gebildet haben muss. Auch hier bietet das Litauische die beste
Parallele, in dem der Dialekt von Pompjany (Ponévez) nach Jaunis
4 Murmelvokale hat {dárb*s, sükat*, suíö, stims), die man
gewöhnlich a, e, i, u schreibt.

Ausserdem liegt in urnord. kunimu(n)diu (Tjurkö) die
Kürzung von eu thatsächlich vor. Der Ausweg, die Kürzung in
mehrere Akte zu zerlegen, — vor u sei gekürzt, vor r nicht — heisst
ohne Not die wirkenden Ursachen häufen.

Den stärksten Beweis dafür, dass meine Ansicht die richtige
ist, sehe ich noch immer in der Behandlung der ö-Dipthonge.
Ich sehe nämlich nicht ein, wie aus urgerm. -oi got. -ai, gibai,
ags. -e giefe hätte werden können, ohne frühzeitige Verkürzung.
Ich kann den Wandel von -oi zu ~ai nur mit dem allgemeinen
Wandel von o zu a in Verbindung bringen. Meine ganze
Auffassung setzt allerdings voraus, dass Streitbergs Gleichung got.fjands,
ahd. flant, und was damit zusammenhängt, falsch ist. Es ist
vielmehr anzunehmen, dass eine wesentliche Verschiedenheit zwischen
betonten und unbetonten Vokalen bestand. Während das urgerm.
e und e got. in betonter Silbe zu geschlossenen e und i werden,
werden sie in unbetonter Silbe offen, daher 3. PI. haband aus
*ha-bend, Dat. anstai aus *anstei, sunau aus *suneu u. s. v.
Umgekehrt im Westgerm, und Nordischen. Hier sind ä und offenes e
geblieben oder entstanden, in unbetonter Silbe aber entsteht
geschlossenes e und i, daher anord.fadir, Jcunimundiu, ahd. suniu u. s. w.

In dem 5. Abschnitt (s. 72—88) sucht Walde für die
nordischen und westgermanischen Dative auf -u (kerlingo, ahd. blintu)
eine Urform auf -Du wahrscheinlich zu machen, eine Form, die er
in dem oft besprochenen Dativ der o-Stämuie auf -u im Slavischen
wiederfindet. Ich muss hier meinen vollen Unglauben bekennen.
Zunächst würde wieder das Kürzungsgesetz der Langdiphthonge in
Frage kommen. Allerdings nimmt Walde an, dass Ou, wie H zu
e2, frühzeitig zu ü geworden wäre, aber weder anord. kyr noch
got. ahtüda beweisen dies. Für letzteres ist Brugmanns Erklärung
aus *ahtöuda höchst unwahrscheinlich, und kyr lässt noch andere
Auffassungen zu. Aber wenn man auch die Möglichkeit zugibt,
so ist es doch nichts weniger als einleuchtend, dass neben dem
Dativ, auf -öi, dem Iostr. auf -O’ noch eine Form auf -öü bestanden
haben solle. Ich sehe auch durchaus keinen ausschlaggebenden
Grund, die Noreensche Erklärung (Grd. P 609), dass -u hier durch
eine besondere Betonung erhalten sei, abzulehnen.

Die Schicksale von Nasalen im nordischen Auslaute (Nr. VI,

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