- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Adertonde Bandet. Ny följd. Fjortonde Bandet. 1902 /
375

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Hirt: Anmälan.

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an. Den Ausführungen über den Wechsel von ahd. -un, -on, -an muss
man beistimme^. Es macht sich, wie ich auch schon lange glaube,
der Einfluss eines folgenden dunklen Vokals geltend, einen Einfluss,
den Walde mit Recht in das Urgerm, verlegt. Streitbergs
Herleitung von hanun aus *hanm halte ich auch fur falsch. In einem
Exkurs werden noch die got. Feminina auf •i besprochen. Die
Ausfuhrungen des Verfassers zeigen in sofern etwas richtiges, als
er den Unterschied zwischen -i und -ja mit idg. Verhältnissen
zusammenbringt, diese aber nicht richtig beurteilt; mit dem auf s.
181 erwähnten Schmidtschen Gesetz, dass in zweiter Silbe hinter
dem Ton stärkere Reduktion eintritt, als unmittelbar nach dem
Ton, steht es sehr bedenklich. Da der Verf. kein Zitat gibt, so
weiss ich nicht, ob nicht bei ihm eine Verwechslung vorliegt. Das
eigentliche Schmidtsche Gesetz, auf das er oft zurückgekommen
ist, bezieht sich auf die Silben vor dem Ton, und für Waldes
Meinung kann ich nur eine Stelle in der Sonantentheorie 242 anfuhren,
die aber doch etwas wesentlich anderes besagt. Jedenfalls steckt in
dem Unterschied von bandi und sibja der von griech. ~ija und -ja,
wenn auch nicht in unmittelbarer Fortsetzung.

Zum Schluss (XÍ, s. 181 — 195) kommt der Verfasser auf die
Kürzen in Auslautssilben des Nordischen zu sprechen. Es handelt
sich zunächst um die Frage, ob in den jo- und wo- stämmen nach
dem Schwund des Endvokales j und w vokalisiert sind oder nicht.
Er entscheidet sich fur die zweite Auffassung, die von Brate BB.
11, 193 gegen Hoffory aufgestellt ist. Aber das Beispiel jór ’Pferd’
scheint mir doch nicht so eindeutig zu sein, um eine Entscheidung
zu gewähren, und das Verhältnis sitÍR zu nip r auf dem Röksteine
darf man gar nicht heranziehen, da die ursprünglichen Formen
ganz verschieden waren. — S. 187 stellt dann der Verfasser eine
neue Erklärung fur den i-Umlaut des Nordischen gegen A. Kock
auf, in dem er nicht so sehr verschiedene Epochen annimmt, als
vielmehr die Quantität der Wurzelsilbe verantwortlich macht. Er
nimmt folgendes an: 1. Umlautperiode: Umlaut wird bewirkt
durch schwindendes i, sofern nicht kurze Stammsilbe ihm
widerstrebt. 2. Umlautperiode: Umlaut bewirkt durch erhaltenes L Vor
die erste Uralautperiode fällt die i-Synkope in haupttonigen
lanj*-silbigen ersten Zusammensetzungsgliedern, vielleicht auch in eben
solchen kurzsilbigen, in welch letzteren natürlich auch Synkope
zur Zeit der ersten Umlautperiode lautlich möglich ist." So weit
ich sehe, kann man auch mit dieser Ansicht durchkommen, aber
streng beweisen lässt sie sich nicht, und so wird man erst weitere
Forschung abwarten müssen, die vielleicht die Entscheidung
bringen wird.

Alles in allem wird man aus dieser Übersicht gesehen haben,
dass Walde den schwierigen Problemen nirgends aus dem Wege
geht, sondern sie mit grosser Energie anpackt und fordert. Sein

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