- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Adertonde Bandet. Ny följd. Fjortonde Bandet. 1902 /
384

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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384

Boer: Anmälan.

Paul Herrmann. Erläuterungen zu den ersten neun Büchern
der dänischen Geschichte des Saxo Grammaticus. Erster Teil.
Übersetzung. Mit einer Karte. Leipzig. W. Engelmann 1901.

Dem vielfach gefühlten bedürfnisse nach einer deutschen
Übersetzung der für die sagenforschung wichtigsten lateinischen quelle
des skandinavischen nordens wurde in kurzer zeit in zwiefacher
weise abgeholfen. Bald nachdem Dr. Jantzen eine Übersetzung der
ersten neun bücher Saxos herausgegeben hat, übergibt Dr.
Herrmann seine bearbeitung der öffentlichkeit. Die neue Übersetzung ist
nach der älteren keine überflüssige arbeit, denn sie verfolgt zum
teil andere zwecke. Während Jantzen einen leicht lesbaren text
herzustellen versucht und eine erste einfuhrung in das studium
Saxos bezweckt, auch wol in den anmerkungen allbekannte tatsachen
mitteilt, wobei für ihn das sagen geschichtliche in dem Vordergrund
der forschung steht, wünscht Herr mann die schriftstellerische
tätig-keit des autors allseitig zu beleuchten und stellt er sich die
auf-gabe, dem Wortlaute des Verfassers so viel wie möglich gerecht zu
werden. Aber auch abgesehen davon ist die vergleichung zweier
oder mehrerer Übersetzungen lehrreich und dazu geeignet, den leser
zu überzeugen, dass er an schwierigen stellen, welche er auszunützen
wünscht, niemals auf eine Übersetzung sich verlassen darf, sondern
sein eigenes urteil über den sinn der stelle sich zu bilden
genötigt ist. Man braucht nur eine beliebige seite aufzuschlagen,
um in den verschiedenen bearbeitungen auf abweichungen nicht bloss
des ausdrucks sondern auch des sinnes zu stossen. Ich erwähne
nur ein paar beispiele. Gleich im anfang des dritten buches (Holder
69, 15) sagt Saxo von Hotherus: agilitate pollebat, haud minus
exercicio, quam viribus potens. Jantzen übersetzt: "denn er war
eben so sehr auf die Uebung, wie auf seine Kräfte selbst bedacht",
Herrmann: "kraft verlieh ihm eifrige Übung ebenso wie seine
Naturanlage." z. 19—20. Ad quoscunque uolebat motus . . . humanos
impéllebat affeetus. Jantzen: ". . . wusste er die menschlichen
Leidenschaften zu jeder Erregung hinzureissen." Herrmann ähnlich,
nur richtiger "Gemüt" anstatt "Leidenschaft", und auch uolebat ist
übersetzt: "zu jeder von ihm gewollten Erregung." z. 27 ff. (von
den wegen der liebe): Aliis decor, aliis animi virtus, quibusdam
arcium usus voluptatis Her aper it. Jantzen: "Den einen eröffnet
Anmut, den andern Geistesgaben, manchen die Pflege der Künste
den Zugang zum Genuss". Herrmann: "dem einen öffnet die Thür
zur Lust die Wohlanständigkeit, dem andern der Mut, dem dritten
der kunstreiche Sinn." An solchen stellen hat Herrmann in der
regel wie hier die richtigere Übersetzung; er verdankt sie der treue,
mit der er sich an das original hält, und dem fleisse, mit dem er
sich in Saxos Sprachgebrauch versenkt hat. Ähnlich Holder 70, 15.

ARKIV FÖR NORDISK PILOLOGI XVIII, NT FÖLJD XIV.

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