- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Tjugotredje Bandet. Ny följd. Nittonde Bandet. 1907 /
248

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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246

Meyer: Zur agerm. Myth. 248

selten: ich erinnere nur an den indischen Bericht vom
Ursprung der Kasten! "Als sie das Urwesen Purusha (=
Man-nus, Mensch!) zerlegten, da ward der Brahmana sein Mund,
der Raganja ward zu seinen Armen; Schenkel war das, was
jetzt Yaicja, aus den Füssen entstand der Cudra" (Kaegi, der
Rigveda s. 235). Hierauf verwies in diesem Zusammenhang
bereits J. Grimm (Myth., 4 Ausg. S. 473) — natürlich!
was hätte er je übersehn? Die Scheidung des Menschen in
eine obere und untere Hälfte (fótahlutr Sig. sk. 23, 4) ist
ja eine volkstümliche Vorstellung, wie denn ýóthggg in den
Fms. wiederholt begegnet (vgl. Cleasby-Yigfusson 168 a).
Der davon abgeleitete Gegensatz des von oben und von
unten Stammenden kehrt in der (späten) Legende vom
Göttertrank (Brag. 4) wieder. (Uebrigens ist die Gleichsetzung der
Füsse mit zwei Brüdern auch epische Metapher Hamd. 15
—16). Und man sieht in der tat nicht, was Ymis
Fusskinder sonst bedeuten sollen.

Aber wir kehren auf den Hauptweg zurück. Ymi
ist der Yater des eigentlichen "Urvaters der Menschheit"
— genau wie Tuisto (vgl. auch Kahlbaum Mythos und
Naturwissenschaft S. 19). Hierfür spricht nun noch ein
Weiteres.

Unter den drei Söhnen Tuistos steht ihm offenbar Isto
am nächsten, wie es der Reim erweist. Wenn nun Ing sicher
Freyr, Irmin sicher Týr ist, möchte ich Isto für Oþinn
halten, dessen Kult ja von den istväonischen Völkern ausgeht,
und auf den (YqI. 63) direkt der Name des Yaters
übergegangen ist: Tveggi, der Zwiefache! Wie häufig solche
Gleichsetzungen von mythischen Yätern und Söhnen ist, weiss man.
ich verwiese nur auf Erechtheus und Erichthonios, die
(Preller Griech. Mythol. 2, 138. 140) einerseits Grossvater und
Enkel und andereseits identisch sein sollen.

Weitere Argumente für die Gleichsetzung Oþinns mit
Isto hoffe ich später beizubringen.

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