- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Tjugotredje Bandet. Ny följd. Nittonde Bandet. 1907 /
250

(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Meyer: Zur agerm. Myth. 250

Ist doch auf dem Rand einer Brunnenschale auch die
Widmung an die Dea Yercana eingegraben (Much Zs. f. d.
A. 31, 357, Golther S. 476): die Göttin des Wirkens, des
Arbeitens — es braucht nicht ’Egyåvrj, die Schutzherrin
weiblicher Hausarbeit (Frigg?) zu sein, sondern die Dedikation
mag der Patronin der Arbeit am Tempel, der Schützerin der
Stein- und Bauarbeiter gelten.

Sandraudiga wäre also weder Fulla (Golther) noch
Ner-thu8 (Much), noch "die wahrhaft reiche und glückliche
Göttin und daher eine Göttin der Fülle" (v. Grienberger),
sondern eine Lokal- und Specialgottheit, für die daher der von
J. Grimm (a. a. o.) angedeutete, von Grienberger (S. 391 Anm.)
abgelehnte Zusammenhang mit dem Ortsnamen Saniert wie*
derherzustellen wäre.

3) Heimdall.

Uhland Schriften 6. 14. Müllenhoff Zs. f. d. A. 30, 245;
weitere Lit. s. Mogk S. 317. 352. 379, Golther S. 359, Meyer
Mythol. der Germanen S. 408, v. d. Leyen Märchen in der
Edda s. 6.

Heimdall ist nur im Norden (Meyer S. 42) und sogar
nur in Island und Norwegen (ebd. S. 408, Mogk S. 317)
bezeugt. Für spätes Aufkommen spricht manches: wir können
keinen Kult nachweisen; der zusammengesetzte Name
einerseits, der entlehnte (Rig) anderseits fallen unter den einfachen
einheimischen Benennungen auf. Es gab eine Aristie des
Gottes; aber gerade der verlorene Heimdallargaldr macht es
wahrscheinlich, dass die Verehrung des dort gepriesenen
Gottes noch der Propaganda bedurfte, wie die Oþinns zu der
Zeit, in der die Grimnismal gedichtet wurden.

Die bisherigen Anschauungen hat Mogk erschüttert,
indem er Rig statt mit Heimdall mit Oþinn gleichsetzt;
wogegen bereits Meissner (Jb. f. germ. Phil. 26, 67)
wohlbegründete Einwände erhoben hat.

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