- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Tjugofeme Bandet. Ny följd. Tjugoförsta Bandet. 1909 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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Gebhardt: Skarbendingr. 85
wenn keine färbe besonders angegeben war. Wenigstens
sind mir fürs deutsche keine beispiele hiefür aus so früher
zeit bekannt.
Dagegen bezeichnete Scharlach in der regel einen kost-
baren wollenstoff, während ja an unserer stelle ausdrücklich
von einem ebenfalls kostbaren Seidenstoff die rede ist:
pell = mhd. phelle(l), entlehnt aus lat. pallium, palliolum.
Eine, wenn auch nur volksetymologische, Verbindung mit
skarlak- oder skarlat scheint mir daher trotz der gleichheit
der ersten silbe skar ausgeschlossen.
Wenn wir nun weiter dem mutmasslichen ursprung un-
seres wortes nachgehen, so müssten wir zunächst das Ver-
hältnis der beiden lesarten skarbendill und skarmendill be-
trachten. Die erstere, ’sei es nun, dass diese, wie Yigfusson
wollte, von Jón Gizurarson [dem Schreiber der hs. 205] her-
rührte, oder dass er sie, durch Volksetymologie geschaffen,
schon vorfand’ (Kahle Arkiv 20, 242), stelle ich nun in das
gleiche Verhältnis zur anderen, wie etwa marhendill : mar-
mennill ’meermännlein’.
Möglich ist ja immerhin eine beziehung zu schar- in
mhd. schartuoch ’tuch das an arme leute verliehen wird’,
wohl zu scheren ’schneiden’. Das Wort lebt übrigens heute
noch in Schwaben als Särta ’leichentuch’.
Ich glaube aber, dass uns der Wortlaut der stelle einen
anhalt gibt, in welcher richtung wir zu suchen haben. Es
heisst also pell pat, er hgkull så var ór ggrr, er skarmen-
dingr heitir, und zwar scheint mir des rätsels lösung zu lie-
gen in den worten hgkull sá, und ich übersetze ’. . . den
pfellel, aus dem das messgewand gefertigt wurde, das mit
dem namen skarbendingr (vel skarmendingr) bezeichnet wird’.
Es handelt sich m. e. um ein ganz bestimmtes, ein indivi-
duell bestimmtes messgewand, das einen eigenen namen hat.
Und zwar einen namen, der wie eine art Spitzname herge-
nommen sein dürfte von einer gewissen ähnlichkeit. Ich ver-

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