- Project Runeberg -  Arkiv for/för nordisk filologi / Tjugofeme Bandet. Ny följd. Tjugoförsta Bandet. 1909 /
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(1882) With: Gustav Storm, Axel Kock, Erik Brate, Sophus Bugge, Gustaf Cederschiöld, Hjalmar Falk, Finnur Jónsson, Kristian Kålund, Nils Linder, Adolf Noreen, Gustav Storm, Ludvig F. A. Wimmer, Theodor Wisén
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86 Gebhardt : Skarbendingr.
mute daher, dass jenes m essgew and vielleicht von einem un-
geschickten Schneider hergestellt w ar und daher nicht so
aussah, w ie m an es von m essgewändern gew öhnt war, sondern
eher einem gew ande anderer art, anderer bestim m ung gleich.
Was könnte nun das gewesen sein? Um ein nordisches
wort scheint es sich nicht zu handeln, da uns eine Z usam -
mensetzung der einzelnen teile des Wortes nach ihrer nor-
dischen bedeutung keinen rechten sinn gibt, ausserdem weist
der Wechsel rb : rm der hss. geradezu auf ein schon früher
nicht recht verstandenes wort hin.
Nun haben wir aber im älteren deutschen ein lehn-
wort aus dem lateinischen. Es erscheint mhd. als scharnne,
früh nhd. als scharmey ’der Kriegsmantel’ und ist entlehnt
aus mlat. scaramanga oder scaramangum, das auch griechisch
als öuaQafiáymov belegt ist. Aus den beispielen, die für das
Vorkommen dieser Wörter in den wbb. gegeben werden, er-
gibt sich die richtigkeit der erklärung bei Du Cange: Ves-
tis quam viri militäres gestant supra vestes alias interiores
ad arcendas pluvias, nives, gelu, cœtera denique aëris in-
commoda.
Der lautw echsel rm : rb kom m t sowohl im nordischen
als in anderen germ anischen sprachen gelegentlich vor bei
etym ologisch nicht oder w enig durchsichtigen Wörtern, m ögen
sie nun Zusammensetzungen seltener Wörter oder aber ent-
lehn ungen aus fremden sprachen sein. Jenes ist der fall bei
marbendill <z marmennill, dieses bei engl, marble oder viel-
mehr franz. marbre < lat. marmor.
In oberdeutschen mundarten, wo rb > rw wird, ent-
spricht diesem Wechsel rm : rb der Wechsel rm : nv) zb.
marwl c marmor (vgl. u. a. Schm eller Bayer. Wb.2 I,
1652) oder in der Nürnberger mundart œrwl für ärmel.
Bei einem fremdwort ist der Wechsel belegt in einer ur-
kunde Kaiser Heinrichs III von 1048 Okt. 2, abgedruckt
Monumenta Boica band 29 München 1831 seite 94 f. Hein-

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