- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång II. 1915 /
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(1914-1934)
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DAS MISSALE FÜR DIE DIÖZESE LEBUS 69

Type eingemischt hat (Fig. 11). Natürlich ist es ausserordentlich schwierig,
aus zwei Textzeilen, in denen keine einzige Majuskel vorkommt, die Identität
einer Type zu erweisen. Immerhin ist aber der Kreis, in dem wir zunächst die
Type zu suchen haben, einigermassen beschränkt dadurch, dass das übrige
Missale offenbar mit Lübecker Typen hergestellt ist, und so ergibt es sich,
dass diese Textschrift wohl kaum etwas anderes sein kann als diejenige
Type, mit der Lucas und Matthaeus Brandis im Jahre 1497 das Breviarium
Othinense gedruckt haben. Das kleinere & könnte ebensowohl einer Type
des Johann Snell, die sich später in den Händen des Mohnkopfdruckers
befindet, als einer Type des Bartholomaeus Ghotan entstammen. Jedenfalls
fällt auch dieses nicht
aus dem Lübecker Stile
heraus, den das
Lubu-cense in seiner
Gesamtheit an sich trägt.

Eine höchst
auffallende Eigentümlichkeit
des Lubucense, die es
abermals mit den
Lübecker Drucken in enge
Verbindung bringt, ist die
Art und Weise, wie die
Signaturen angebracht
sind. In den deutschen Missal-Drucken ist frühzeitig, mehr noch als die
Verwendung von Signaturen, die Anbringung von Blattzahlen üblich gewesen.
Wir kennen viele Missalien, die nur Blattzählung aufweisen, wenn auch
später überwiegend Blattzählung und Signaturen gemeinsam angebracht sind.
Die ältesten Missalien der Brandisgruppe, die Magdeburgensia von 1480,
1486 und 1493 haben entweder gar keine Blattbezeichnung, oder nur für
einzelne Stücke Blattzählung. Von den Missalien des Lucas Brandis hat das
Othinense von 1483 gleichfalls keine Blattbezeichnung ; das Praemonstratense
dagegen, das vermutlich gleichfalls von ihm herrührt, hat normale
Blattzählung und Signaturen. Eigenartig hat Bartholomaeus Ghotan die
Blattbezeichnung gehandhabt. In dem Missale Strengnense, das er 1487 in
Stockholm druckte, sind die Lagen, meist von 8 Blatt, in der üblichen Weise in
der rechten unteren Ecke mit Signaturen versehen. Nebenher läuft aber am
Kopf der Blätter auf beide Spalten verteilt, eine Zählung in
Buchstaben-Gruppen, meist von 24 Blatt, die von A—K reicht, und in denen römische

Fig. il.

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