- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
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(1914-1935)
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36 E. VOULLIÉME

er sich, wenn dies nicht schon in Merseburg geschehen ist, mit der
Schaffung einer neuen Schrift, die wir als seine Lübecker Type 1 bezeichnen,
und mit den Versuchsdrucken zur Vorbereitung des Rudimentum novitiorum
beschäftigte.

Von dem Alphabet dieser Type, das in der GfT. Taf. 104
zusammengestellt ist, finden sich in der Bulle: C (S. 1 Z. 16); D (S. 4 Z. 11); E (S. 2
Z. 15), ein zweites doch wohl verschiedenes E (S. 2 Z. 27) fehlt in dem
Alphabet; 2 I (S/4 1 Z. 1 und S. 2 Z. 2); (X)13 (S. 4 Z. 12); N mit den 2
Querstrichen im Innern (S. 2 Z. 19); O (S. 2 Z. 31); 3 Q (S. 2 Z. 28, S. 3
Z. 1 und Z. 2), die beiden letzteren fehlen in dem Alphabet; R (S. 4Z.11);
2 S (Bl. 1 Z. 1), die breitere Form nicht in dem Alphabet, aber GfT. Taf.
105 Z. 16; T, U (mit dem senkrechten Mittelstrich), X (S. 1 Z. 1). Von
den Minuskeln nenne ich nur das geschwänzte I> (S. 1 Z. 6) und das
breitere runde b (S. 1 Z. 15).

Daraus geht hervor, dass kein anderer als Lucas Brandis der Drucker
unserer Bulle sein kann. Leider lässt sich nicht mit derselben Gewissheit
feststellen, wann er den Druck ausgeführt hat. Sicher scheint mir nur zu
sein, dass dies nicht vor der Vollendung seiner oben genannten Merseburger
Drucke geschehen ist, sonst müssten wir erwarten, dass die Bulle auch mit
deren Typen gedruckt ist. Es bleibt also nur die Zeit vom 20. Oktober
1473, in der Brandis seine Presse nach Lübeck verlegte und einrichtete, und
das Jahr 1474.

Collijn führt in seinem Aufsatze »Lübecker Frühdrucke in der
Stadtbibliothek in Lübeck» * eins der bekannten Rudimentum-Fragmente an, das
sich aus einer Stelle seines Inhalts auf 1473 deuten lässt, und da dies mit
einer Type gedruckt ist, von der 20 Zeilen nur 111 mm messen, während
20 Zeilen des vollständigen Rudimentumdruckes 122 mm messen, so muss
diese 111 mm-Type die erste Gestalt der Type 1 und der Druck der Bulle
auch noch jünger sein als die »Bewährung, dass die luden irren», die
wenigstens teilweise mit dieser 111 mm messenden Type gedruckt ist und
durch den auf Bl. 20a vorkommenden Satz »So teilet men nu tor tyd van
der gebord xpi M.cccc. lxxiiii» auf das Jahr 1474 datiert wird. Wir dürfen
also die Bulle nicht einmal für den Anfang dieses Jahres ansetzen, sondern
müssen sie weiter in das Jahr 1474 hineinrücken, bis Brandis bei seinem
Versuchen mit den verschiedenen Kegelgrössen seiner Type 1 (111 —118—
122 mm) sich für die grösste diesen 3 entschieden und einen genügenden

1 Zeitschrift des Vereins für Lübeckiche Geschichte und Altertumskunde, IX, Heft 2
S. 294.

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