- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
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(1914-1935)
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DER ÄLTESTE MISSALDRUCK DES BARTHOLOMAEUS GHOTAN 81

aber auch auf dem damit zusammenhängenden Bl. 4 a sich findet. Auch auf
diesem steht zwar der Rotdruck nicht ganz korrekt zum schwarzen Satze,
aber er steht nicht, wie man erwarten mtisste, zu hoch, sondern im
Gegenteil etwas zu tief, und da, wo er eine ganze Zeile bildet, etwas schief. Man
müsste darnach annehmen, dass zwar der schwarze Druck, der sich auf
beiden Seiten in völlig übereinstimmender Stellung befindet, in einer Form
von zwei Seiten abgezogen, der Rotdruck aber, der auf jeder Seite eine
andere Stellung einnimmt, seitenweise abgedruckt ist. Zu demselben
Er-gebniss führt auch die Rückseite des Doppelblattes, die Bl. 3 a und Bl. 4 b
bildet. Auch da steht der Rotdruck auf Bl. 3 a zu hoch, und auf Bl. 4 b
etwas zu tief. Dieselben Eigentümlichkeiten inbezug auf den Rotdruck
weist übrigens auch der Kanon des Magdeburgense von 1480 auf. Auf der
letzten Seite der Kanonlage sind die Gebete post missam, die deren untere
Hälfte einnehmen, schon wieder in der grösseren Missaltype gesetzt.

Der zweite Teil des Missale beginnt ohne besondere Überschrift mit
dem Commune sanctorum. Auf die rot gedruckte Zeile: In vigilia unius
ap[osto]li Intro[itus] folgt der Anfang des Textes mit einer Initiale für die
nur zwei Zeilen ausgespart sind. Erst auf Bl. 20 a, in dessen erster Spalte
das Commune endet, folgt nach einem leeren Raum von zwei Zeilen das
Proprium de sanctis, und hier ist nach der Überschrift: In vigilia sa[n]cti
Andree ap[osto]li in dem ausgesparten siebenzeiligen Räume die oben schon
erwähnte kunstvollere Initiale angebracht.

Am Ende des Proprium de sanctis auf Bl. LXVIII b Sp. 2 ist abermals
durch eine freigelassene Zeile ein Abschnitt markiert, und darauf folgt als
Überschrift: Incipiunt missae familiäres. Es sind das die Messen de sancta
trinitate, de spiritu sancto, de sancta cruce und einige Marienmessen.
Unmittelbar schliessen sich daran verschiedene Missae speciales an für einzelne
Personen und besondere Gelegenheiten, unter denen Regen und
Sonnenschein nicht fehlen dürfen. Sie füllen die Blätter von LXX b Sp. 2 bis
LXXXII a Sp. 1, und endigen mit einer längeren Missa Generalis p[ro] viuis
et defu[n]ctis, nach der ein rot gedrucktes: Deo gratias das Ende des
eigentlichen Missale bezeichnet. Da aber auf diese Weise von dem letzten Blatte
nur die reichliche Hälfte der ersten Spalte bedruckt war, sind noch zwei
Sequenzen: De evangelistis und Sequentia communis de quolibet angefügt.
An deren Ende am Fusse der ersten Spalte der Rückseite ist das Deo
gratias, aber schwarz gedruckt, wiederholt.

Im allgemeinen ist, wie schon erwähnt, der Gesamteindruck des
Missale Praemonstratense dem des Magdeburgense von 1480 ausserordentlich

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