- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
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(1914-1935)
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82 KONRAD HAEBLER

ähnlich. Im einzelnen aber bestehen doch in bezug auf die Setzerpraxis
recht zahlreiche kleine Unterschiede, und diese sind aus dem Grunde nicht
ganz gleichgiltig, weil sie uns in ihrer Gesamtheit vielleicht einen Schluss
auf das zeitliche Verhältniss der beiden Missalia erlauben. Ich schicke
voraus, dass die Typen im Praemonstratense im allgemeinen einen frischeren
Eindruck machen als im Magdeburgense. Sie wirken nicht nur schärfer,
sondern beinahe schlanker. Ich möchte dem aber deswegen keine Ausschlag
gebende Bedeutung beimessen, weil für diesen Eindruck der Zustand der
Druckerschwärze und die mehr oder minder kräftige Einfärbung von
erheblichem Einflüsse sein können. Wertvoll könnte dieser Eindruck nur dann
werden, wenn sich auch andere Anzeichen dafür nachweisen Hessen, dass
der Druck des Praemonstratense dem des Magdeburgense verausgegangen
ist. Das scheint mir aber allerdings durchaus der Fall zu sein. Dafür
spricht zunächst schon der Umstand, dass die Zeilenzahl im Magdeburgense
gegenüber dem Praemonstratense erhöht ist. Es war das ständige Bestreben
der alten Drucker an den bedeutenden Kosten, die mit der Papierbeschaffung
verknüpft waren, durch eine bessere Ausnutzung desselben zu sparen. Wenn
sonst nicht besondere Umstände vorliegen, darf man stets annehmen, dass
von zwei gleichartigen Drucken derjenige der jüngere sein wird, der die
grössere Zeilenzahl auf der Seite aufweist. Im gegebenen Falle trifft das
für das Magdeburgense zu, denn während das Praemonstratense im Texte
35, im Kanon 19 Zeilen auf der Seite hat, sind da die Zahlen 37, resp. 20.
Dass das Magdeburgense auch im Text manches enthält, was dem
Praemonstratense fehlt, könnte natürlich auch durch die Vorlage bedingt sein. Seine
Einleitung mit dem Registrum super missas votivas und besonders das
Registrum quinternorum sind aber immerhin Zutaten, die zur Nachahmung
eingeladen haben würden, wenn sie beim Druck des Praemonstratense schon
als Proben vorgelegen hätten. Umgekehrt ist allerdings das Verhältniss
bei der Blattzählung, Im Praemonstratense erstreckt sich dieselbe in
doppelter Reihe über Sonntags- und Heiligenteil, während das Magdeburgense
lediglich für das Commune sanctorum eine solche aufweist; diese ist
allerdings dann mit dem Buchstaben F[olio] über der einen und der Zahl über
der anderen Spalte eine ausführlichere, als im Praemonstratense, wo nur
die Zahl über der Mitte des Blattes steht.

Besonders lehrreich erscheint mir für die Praecedenzfrage die
Behandlung, die den Anfängen der einzelnen Abschnitte und den Initialen zu
teil geworden ist. Im Praemonstratense findet sich, wie oben erwähnt, nur
ein einziges Mal die Überschrift: Incipiunt missae familiäres. An dieser

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