- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
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(1914-1935)
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BRIEFWECHSEL MIT O. G. TYCHSEN 1753—1816 99

der Vater seine Jugendzeit verbracht hatte. Mit dänischen Verhältnissen
war Tychsen während seiner schleswig-holsteinischen Schulzeit bekannt ge«
worden, schon bevor ihn seine Judenmissionsreise (1759—60) nach
Kopenhagen geführt hatte. Während seiner Lehrtätigkeit in Bützow und Rostock
gab es auch trotz des damaligen Niedergangs der Universität immer noch •
einige Studenten des nordischen Auslandes. Und weil gerade Tychsen sich
um ihre Ausbildung verdient gemacht hatte, wurde ihm z. B. die Ehre zu
teil vom schwedischen König Karl XIII. mit dem Ritterkreuz des
Nordsternordens geschmückt zu werden. Auch sonst aber fehlte es Tychsen nicht an
Anerkennung auf der anderen Seite der Ostsee: sowohl die grossen
wissenschaftlichen Gesellschaften in Stockholm und Uppsala wie die in Kopenhagen
ernannten ihn zum Mitglied. Mehr fast noch als aus der übrigen
Korrespondenz spricht deshalb auch aus den Briefen der nordischen Gelehrten eine
hohe Verehrung der ganzen Tychsenschen Persönlichkeit, hatten doch viele
dieser Briefsteller Tychsens Vorlesungen in Bützow und Rostock gehört,
waren sie doch dort auf der Reise seine Gäste gewesen und hatten
Gelegenheit gehabt, sich mündlich und schriftlich mit ihm in der eigenen
Muttersprache zu unterhalten.

Was den Inhalt der hier in Betracht kommenden zumeist recht
umfangreichen Briefstücke anlangt, so befassen sie sich — ebenso wie auch die übrigen
Tychsen-Briefe — zum allergrössten Teil mit Fragen der orientalischen
Sprache, Literatur und Altertumskunde. Deutungen von Textstellen, von
Inschriften, Erklärung und Beschreibung von Altertümern besonders von
Münzen, Mitteilungen über literarische Neuigkeiten und deren Rezensionen,
Nachrichten über Bücherkäufe, Sendungen von Büchern, von Münzen und
gelegentlich auch von seltenen Stücken für die Naturaliensammlung — das
sind so die wichtigsten Angelegenheiten der Korrespondenz. Eingestreut sind
gewöhnlich einige persönliche Mitteilungen und Fragen, hier und da auch kurze
Nachrichten über Zeitereignisse. Ein paar herausgegriffene Notizen mögen
zeigen, dass auch der nichtliterarische Teil des Brief wechseis mancherlei bietet,
was für die Lokal- oder die Personen- und Zustandsgeschichte von Interesse
sein könnte: Prof. Knös in Uppsala schreibt z. B. von seinen Studien in Paris
bei dem berühmten Silvestre de Sacy und berichtet gelegentlich, dass seine
syrischen Vorlesungen in Upsala von acht Zuhörern besucht würden. Prof.
Munter in Kopenhagen vergisst unter den vielen Mitteilungen nicht, auch
einiges über das Bombardement der Stadt i. J. 1807 einzuflechten, und Tetens
unterbricht seine Kritik der Kantianer durch Auskünfte über den Brand in
Kopenhagen. P. Sjöbring, ein Schüler Tychsens, gibt ausführliche Nach-

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