- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
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(1914-1935)
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DIE SERMONES »VADEMECUM» 149

Julius Caesar übereinstimmenden Holzschnitte (Campb. 393) als ein Erzeugnis
ihres Landes in Anspruch nehmen zu müssen geglaubt hatten, für identisch
mit Type 4 des Johann Snell erklärt und wir werden ihm darin ohne
Bedenken zustimmen müssen. Der Druck erscheint als ein Gegenstück zu dem
Vademecum: Die Typen tanzen, wie Lange sagt, auf und nieder, das G in
Greue ist durch ein B ersetzt, neben dem r ohne Fuss findet sich ein solches
mit Fuss, das t hat die nach rechts geneigte Spitze, das Minuskel-k stimmt
zu dem des Vademecum usw. Wir werden also nicht bezweifeln dürfen,
dass das holländische Gedicht von der Ankunft des Kaiser Friedrich in Trier
als eine ungefähr gleichzeitige Leistung derselben Presse, die das
Vademecum hergestellt hat, anzusehen ist. Ebensowenig aber darf bezweifelt werden,
dass unser Vademecum aus der Presse Johann Snells, die den Caorsin
gedruckt hat, hervorgegangen ist. Alle oben (S. 147) angeführten Mängel deuten
auf einen Anfänger im Buchdruckergewerbe. Er besass nur ein beschränktes
Quantum von Typen und ergänzte dies durch andere, die aber nur annähernd
dasselbe Mass hatten. Da sich dies Verfahren nicht bewährte, — die Typen
hielten nicht Linie —, sah er sich gezwungen, sein Druckmaterial noch einmal
umzugiessen und erhielt dabei die Type, wie wir sie aus dem Caorsin her
kennen. Der auffallendste Unterschied einer Seite des Vademecums und
einer Seite des Caorsin ist die geringere Breite oder Stärke der Buchstaben,
wodurch der Satz des Caorsin erheblich kompresser aussieht, ungerade Linien
sind sehr selten, das r mit Fuss, das t mit der nach rechts hängenden
dünnen Spitze sowie andere aus der kleineren Type herstammende
Minuskeln sind verschwunden.

Es bleibt noch übrig ein Wort zu sagen über die Entstehungszeit des
Vademecum und der Komst. Wenn wir von der Annahme ausgehen, dass
die unvollkommenere Technik in derselben Presse ein höheres Alter
voraussetzt, so gehört das Vademecum und die Komst unzweifelhaft an die Spitze
der ganzen Reihe der Snell’schen Drucke, denn Nie. Weigels Clavicula
indulgentialis vom Jahre 1480, steht, was die Technik anlangt, erheblich
höher als das Vademecum und besitzt auch schon eine Auszeichnungstype,
was gleichfalls auf ein weniger hohes Alter schliessen lässt. Das Vademecum
muss also vor Weigel, d. h. 1480 oder vielleicht schon 1479 entstanden sein
und zwar, wie schon Collijn, 1. c, richtig vermutet hat, in Lübeck, nicht
in Odense.

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