- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
152

(1914-1935)
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152 BRUNO CLAUSSEN

Kirchenjahr sondern nur für die Osterzeit. Der vorangehende Kalender, der
eine ganze Anzahl für Lübeck fremder Heiligentage aufführt, aber auch sonst
auf keine einzelne norddeutsche Diözese passt, lässt darauf schliessen, dass
das Buch nicht für Lübeck allein bestimmt war.

Wenden wir uns jetzt der drucktechnischen Seite zu, so scheiden sich
sogleich zwei Gruppen. Die erste zeigt eine höchst einfache Drucktechnik.
Ihr gehört D, H und das Bedebock an. Es ist durchweg nur die
Weigel-Type verwendet. Für die bei liturgischen Drucken notwendige Rubrizierung
ist der Raum freigelassen. Das einzige für den Brevierdruck besonders
geschnittene Zeichen ist die Abkürzung für Responsorium (Fjt).
Kennzeichnend für die drei Drucke ist die oft mangelnde Sorgfalt der Korrektur. Es
finden sich zahlreiche Druckfehler, die oft störend wirken (z. B. n für u),
sowohl in den lateinischen Drucken wie in dem Bedebock.

Die Abweichungen dieser drei Drucke von einander sind nur gering.
Die Zeilenzahl ist bei allen dreien unregelmässig, bei D sind es 23 u. 24,1
bei H 22—24, doch kommt auch einmal 21 vor, bei dem Bedebock 20—22.
Die Breite des Druckspiegels beträgt bei D 65, bei H 63 und bei dem
Bedebock 61 mm. Die Bogensignierung ist bei D und bei dem Bedebock
vorhanden und zwar so, dass nur das erste Blatt eine Signatur trägt. H scheint
dagegen keine Signaturen gehabt zu haben, sonst müsste der vollständige
Bogen des Rostocker Fragments die Signatur tragen. Die Type ist fast völlig
frei von Beimischung aus fremden Typen. Die Auszeichnungstype, die in
dem Bedebock in zwei Zeilen vorkommt, hat Collijn2 schon als Type des
Fliscus-Druckers bestimmt. Bei genauer Durchsicht der Drucke habe ich
einige Besonderheiten gefunden. D und das Bedebock haben zwei verschiedene
Formen für C, ein breiteres mit einem Häkchen, das zum ursprünglichen
Bestand der Type gehört, und ein schmaleres, das wie eine Klammer wirkt. Auf
den 12 erhaltenen Blättern von H kommt das schmale C nicht vor. Dagegen
hat H zwei Formen für S, ein kleineres zur Type passendes und ein grösseres
mit sehr deutlichem Punkt in der Mitte, das der Type 1 des Fliscus-Druckers3
entnommen zu sein scheint. Ferner hat H einmal ein rundes, ungefiedertes
F2, das dem F in der Auszeichnungstype des Kannegeterschen Ablassbriefes
von 1482 Zeile 15 entspricht, nur ist das untere Häkchen, da der Buchstabe
den Zeilenabstand überragte, abgebrochen. Diese Auszeichnungstype ist
ebenfalls die oben schon erwähnte Type des Fliscus-Druckers, die auch in
dem Bedebock Verwendung fand.

1 Nicht nur 23, wie Lange a. a. O. aiigibt.

2 A. a. O. S., 309.

3 Veröffentlichungen der Gesellschaft f. Typenkunde, Taf. 43.

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