- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång X. 1923 /
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(1914-1935)
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ZU DEN LÜBECKER BREVIERDRUCKEN JOHANN SNELLS_____153

Die zweite Gruppe umfasst B und T. Ihr Hauptmerkmal ist die
Verwendung von Ziermaterial, B verwendet schwarze Lombard-Initialen und
ein den im Dialogus creaturarum, Stockholm 1483, verwendeten sehr
ähnliches Rubrum.1 Bei T finden sich die gleichen Initialen in Rotdruck, jedoch
keine Rubrikzeichen. Dafür sind hier die liturgischen Anweisungen durch
Rotdruck hervorgehoben. Bei diesen beiden Drucken scheint der Text im
Ganzen fehlerfrei zu sein. Als Besonderheiten finden sich bei B nur ein
kleineres ^ (Abkürzung für Responsorium), dagegen zeigt T zwei Formen
für d, eine runde und eine eckige, von denen die runde die ursprüngliche
ist. Da die neue Form, wenigstens auf der in dieser Zeitschrift2 abgebildeten
Seite, häufiger vorkommt als die runde, so scheint eine absichtliche
Vermehrung der Type stattgefunden zu haben, weil das Material nicht mehr
ausreichte oder verbraucht war.

Untersuchen wir jetzt, was sich aus dem Vergleich der Brevierdrucke
für ihre zeitliche Einordnung ergibt. Ohne Weiteres ist klar, dass die zuerst
genannte Gruppe, der D, H und das Bedebock angehören, die ältere ist.
Kein Drucker wird Verbesserungen, wie es Initialen und Rotdruck sind, ohne
ersichtlichen Grund wieder aufgeben. Auch die Häufung der Druckfehler
bei dieser Gruppe weist auf einen Drucker ohne lange Praxis hin.

Der älteste dieser drei Drucke dürfte H sein, da er noch keine
Bogen-signierung trägt. Auch die beiden ältesten Drucke Snell’s, die Bulle des
Papstes Sixtus IV., die wahrscheinlich 1480 gedruckt wurde, und Weigel,
Clavicula indulgentiarum, welches 1480 datiert ist, tragen keine Signaturen.
Man wird H deshalb wohl in das Jahr 1480 oder Anfang 1481 setzen können.
Für D und das Bedebock liegen uns Datierungen von Lange3 und Collijn4
vor, die durch diese Untersuchung nicht widerlegt werden. Lange setzt D
nach der im Buch vorkommenden Jahreszahl 1481 in den Anfang des Jahres
1482, Die neueren Forschungen haben ergeben, dass Snell tatsächlich zu
dieser Zeit in Lübeck war, was Lange nur vermuten konnte. Dass zwischen
H und D keine mehrjährige Drucktätigkeit Snell’s liegt, beweist die grosse
Ähnlichkeit beider Drucke. Der einzige Fortschritt bei D ist die Einführung
der Signaturen. Das Bedebock endlich, welches Collijn in das Jahr 1482 setzt,
weil in ihm die im Kannegeterschen Ablassbrief von 1482 vorkommende
Auszeichnungstype in den ersten beiden Zeilen wiederkehrt, möchte auch ich
in das gleiche Jahr setzen. Allerdings scheint mir der von Collijn ange-

1 Vgl. Collijn, a. a. O., S. 312.

2 NTBB, 1915, s. 171.

3 A. a. O., S. 11.

4 A. a. O., S. 310.

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