- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång XI. 1924 /
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(1914-1934)
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52 KONRAD JHAEBLER

konnten. Nach dem aber, was wir besonders bei den beiden letztgenannten
beobachten konnten, wird es kaum bezweifelt werden können, dass wie die
un verbundenen Initialen die Namen der Buchbinder zu bezeichnen pflegen,
so die zu einem Monogramm verbundenen Buchstaben den Namen eines
Stechers oder eines Stempelschneiders anzudeuten pflegen.

Auch von dieser Regel werden Ausnahmen vorkommen. Während der
Blütezeit des Stils der gepressten Bucheinbände können wir beobachten,
dass die Stempelschneider ihre Monogramme, wie dies auch andere
Monogrammisten zu tun pflegten, in wenig auffallender Weise angebracht
haben. Wenn wir im Gegensatz dazu in den letzten Jahren des XVI.
und im Anfang des XVII. Jahrhunderts auf Stempelplatten Monogramme
in besonders augenfälliger Weise an Stellen angebracht finden, wo wir
früher die Initialen der Buchbinder anzutreffen gewohnt waren, so
werden wir es besonderer Untersuchung vorbehalten müssen, zu entscheiden,
ob wir auch in diesen Monogrammen noch Künstlerzeichen zu erblicken
haben, oder ob wir nicht vielmehr annehmen müssen, dass die Form der
Bezeichnung im Laufe der Zeit eine veränderte Gestalt angenommen hat.
Da bis in das XVII. Jahrhundert hinein die Initialen als Marken der
Buchbinder unzweifelhaft fortbestanden haben, so wird die Frage nicht ohne
weiteres leicht zu entscheiden sein. Das eine aber hoffe ich mit diesen
Untersuchungen überzeugend dargetan zu haben, dass im allgemeinen die
Initialen auf den Schmuckstempeln der Bucheinbände des XVI. Jahrhunderts
dem Zwecke gedient haben, die Namen der Buchbinder anzudeuten,
während die Künstler, von denen ihnen die Stempel geliefert wurden, sich
zur Kenntlichmachung ihrer Urheberschaft der Monogramme zu bedienen
pflegten.

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