- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång XX. 1933 /
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(1914-1934)
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BIBLIOTHEK U. SUPEREXLIBRIS D. JULIUS ECHTER VON MESPELBRUNN 45

Auf diesen fünf Banden beruhte bislang unsere ganze Kenntnis von der
Bibliothek des Domdechanten Julius Echter. Eine um so grössere
Über-raschung bedeuten die neuen Funde, die der bekannte sch-wedische Forscher
O. "Walde in der Herzoglichen Bibliothek zu Götha gemacht hat.1

"Walde hat in Götha eine juristische Bibliothek von etwa 489 Nummern
festgestellt, die ohne Zweifel aus "Wurzburg stammt und nach seiner Ansicht
mit der ehemaligen juristischen Handbibliothek des Domkapitels identisch
ist. Diese Bucher enthalten neben etwa 18 Juliusbänden mit den bekannten
fürstbischöflichen Superexlibris auch fünf Bände mit dem einfachen
Familien-wappen der Echter, die aus der Domdechantenzeit Julius Echters stammen.
Ich habe mir die Bände im Sommer 1931 gelegentlich meines Besuches in
der Gothaer Bibliothek notiert und abgerieben. Angesichts der Bedeutung
dieser neuen Funde Waldes für die fränkische Bibliotheksgeschichte möchte

.-



Abb. 3. BESITZERINITIALEN DES JULIÜSBANDES TH. HOM. F. 49.
(UB. Wurzburg.)

ich mich im Fölgen den genauer mit diesen Banden bef assen, zumal Walde
in seiner Abhandlung auf diese Frågen nicht näher eingehen konnte.2

Zwei Bände sind in der bekannten Art der "Würzburger
Chrysostomus-ausgabe gehalten, mit dem einfachen Echterwappen auf der Vorderseite, die
drei übrigen Bände dagegen vertreten einen völlig neuen, bisher unbekarinten
Typ von Superexlibrisbänden aus der Bibliothek des jungen Echter.

1. Jur. 4° 153.

Duaremis, De sacris ecclesiae ministeriis. Lut. 1551.

Einband: weisses Schweinsleder über Klebpappe, verziert mit Rollen

und Einzelstempeln in Blinddruck aus der "Werkstatt des Würzburger

Meisters Hans Rietzsch (H. R.). Auf dem Vorderdeckel Familienwappen

der Echter (9,5 X 6,6 cm) mit den Farben Blau, Schwarz und Suber be-

1 NTBB, 17 (1930), S. 14 ff.

2 Ich bin der Herzoglichen Bibliothek in Götha, vor allem Herrn Kollegen Dr.
Richter, für die liebenswiirdige Unterstützung bei meinen Anfragen zu grösstem Dank verpflichtet.
Herr Kaplan Schött, Wurzburg, hat mir freundlicher Weise sein Verzeichnis der
fränki-schen Bände in Götha zur Verfügung gestellt, wofür auch ihm an dieser Stelle herzlichst
gedankt sei. Wir dürfen wohl in Kürze dem Resultat seiner Forschungen über die
fränki-schen Bucher in Götha entgegensehen.

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Project Runeberg, Sun Oct 8 00:48:56 2006 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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