- Project Runeberg -  Fataburen / 1927 /
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(1906)
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ÅLDERMANSSKIFTE OCH BYSTÄMMA. 39

Der Zeitpunkt des Jahres wo sich der Wechsel des Dorfältesten vollzog,
ist sehr verschieden. In Halland und Blekinge fand derselbe bis auf wenige
Ausnahmen im ersten Halbjahr statt. Ebenso in Dänemark, in Sönderjylland
zur Fastenzeit, in den nordlicheren Teilen von Jutland zwischen
Weih-nachten und Pfingsten, am häufigsten um die Zeit des Walpurgisfestes
(Neujahrstag, Marientag und Pfingstentag kommen auch vor). Auf der
Insel Fiihnen fast nur am Walpurgisabend. Auf Lolland und Falster ist ein
gewisser Zusammenhang mit dem siidwestlichen Teil von Schonen zu
ver-merken, wo der Wechsel im Herbst stattfand, zur Zeit des Martinsfestes.
Im Iibrigen Schonen wechselte man am häufigsten zur Zeit des
Walpurgisfestes. Daneben kommen auch die iibrigen, friiher erwähnten, im Friihjahr
eintreffenden Feiertage sowie der 1. April und Östern sparsam vor.

Dem Dorfvorsteher lag die Berufung der Dorfschaft zur Versammlung
ob, und die dabei gebrauchten Instrumente weisen ein e geograf ische
Variation auf, die teilweise mit der des Dorfältestenwechsels zusammenhängt.
Die Glocke als Berufungsinstrument kommt in ganz Dänemark vor, besonders
in den westlichen Teilen des Ländes, auch ist sie in einigen Dörfern in
Schonen zu finden. Die Trommel ist hauptsächlich in Jylland und
Schonen verbreitet; friiher häufig vorkommend ist sie aber später of t von dem
Horn ersetzt worden. Das Horn ist ziemlich gleichmässig in dem
unter-suchten Gebiete verbreitet, in Schonen aber dominiert der »lur», ein långes
gerades Horn aus Kupfcr, das auch in westlichen Seeland und auf Falster
vorkommt. Nur in einem Dorfe, in Schonen, hat man einen »lur» aus
Holz gehabt, ein Instrument das in Dänemark viel gebraucht ist. Ein
aus einer Schnecke verfertigtes Horn ist in einem Dorfe in Själland, und
in einem in Blekinge gefunden. Botenstäbe und miindlische Botschaft, in
Dänemark und in siidlichen Schonen unbekannt, sind in Nordschonen seit
dem siebzehnten Jahrhundert bekannt, während des neunzehnten
Jahrhun-derts wurden sie noch mer verbreitet.

Die Dorfversammlung fand in Dänemark öfters rings um einen Baum
statt, in Jylland auch auf einem Hiigel. In Schonen hat man einen Stein
mitten im Dorfe gebraucht, oft mit einem Ring von Steinen rings um den
Mittelstein des Dorfältesten. Ganz vereinzelt kommt in dieser Provinz eine
Dorfesche als Sammlungsplatz vor, wie auch ein Fall, wo die Teilnehmer
auf Steinen rings um den Dorfbrunnen sassen. In späteren Zeiten ist das
Haus des Dorfältesten, die Schule u. s. w. als Zusammenkunftsort gebraucht
worden.

Ein Kasten zur Aufbewarung der Urkunden des Dorfes kommt in den
Dörfern Schonens fast immer vor, ist aber in Dänemark nur aus zwei
Orten bekannt.

Von den verschiedenen Inventarien der Dorfschaft findet man die s. g.
Kerbhölzer (»knävlingar») in mehreren Dörfern im siidlichen Schonen und
in Jylland, während der sög. »bystock», Dorfstock, in Nordschonen und auf
den dänischen Inseln dominiert. Beide dienen zur Aufzeichnung der
Ver-sehen und Sträfsummen.

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