- Project Runeberg -  Kyrkohistorisk Årsskrift / Trettioåttonde årgången, 1938 /
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(1900)
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - III. Granskningar och anmälningar - L.-M. Dewailly, L’eglise suédoise d’etat a-t-elle gardé la succession apostolique? (Densamme)

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3 o 2

GRANSKNINGAR OCH ANMÄLNINGAR 312 .

fast ganz. Man beschränkt sich auf die Feststellung der historischen
Kontinuität, ohne auf die zugrundeliegende Problematik näher
einzugehen. Einen neuen Beitrag zur Frage gibt L.-M. Dewailly im
Juliheft der vom Dominikanerkonvent Le Saulchoir herausgegebenen
Revue des sciences philosophiques et théologiques. Da die Zeitschrift
vielfach schwer zugänglich sein dürfte, möge hier kurz der
Hauptinhalt des Aufsatzes wiedergegeben werden.

Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit der rein historischen
Frage, ob das Bischofsamt in Schweden wenigstens äusserlich
ununterbrochen weiterbestanden hat, auch durch den Umbrach der
Reformationszeit hindurch. Bezüglich der früher viel umstrittenen
Weihe des Västeråsbischofs Petrus Magni entscheidet sich der
Verfasser mit J. Martin gegen ältere katholische Autoren dafür, dass
der frühere Vadstenamönch als ordinierter Bischof aus Rom
zurückkehrte. Ebensowenig gibt es einen Grund, die Gültigkeit der
Weihen von 1528 anzuzweifeln. Ernstere Bedenken hat man gegen
die Weihe des neuen Erzbischofs 1531 vorgebracht. Auf Grund
des geheimen Protestes vom 10. August 1531 ist sie als ungültig,
als rein mechanisch und religiös wertlos bezeichnet worden. (Vgl.
O. Kolsrud, Kristen Gemenskap 10, 1937, 84; K. Skredsvik, Credo
16, 1935, 122). Dewailly hält eine andere Interpretation des
Protestes für wahrscheinlicher. Im Zusammenhang gesehen bewegt er
sich in recht allgemeinen Formulierungen und bedeutet im Grunde
nichts anderes als eine Verwahrung gegen die Einführung der
Reformation. Zum selben Ergebnis kommt man durch den Vergleich
mit einem analogen Protest vom 27. August 1531, der offenbar die
Gültigkeit noch vorzunehmender Weihen voraussetzt. Petrus Magni
und Magnus Sommar waren nicht stark genug, dem Druck von oben
Widerstand zu leisten: Sie vollzogen die vom König gewünschten
Weihen. Mehr als Wahrscheinlichkeit will aber der Verfasser dieser
Deutung des geheimen Protestes nicht zuerkennen. Er bringt
vielmehr neue theologische Bedenken vor, die ihm die Gültigkeit der
Erzbischofsweihe zweifelhaft erscheinen lassen. Aber wie immer man
den religiösen Wert dieser und aller folgenden Weihen beurteilen
mag, Tatsache ist, dass die lange Regierungsdauer von Laurentius
Petri den historischen Episkopat für Schweden gerettet hat.

Mit dieser Feststellung gibt sich Dewailly aber keineswegs
zufrieden. Das Hauptgewicht der Arbeit liegt vielmehr auf dem zweiten
Teil, der die Ueberschrift trägt L’apostolicité de la succession. Damit
man von einer wirklichen Nachfolge sprechen kann, genügt es nicht,
eine zeitlich ununterbrochene Reihe von Amtsträgern zu haben.
Ludwig XVIII, ist nicht eigentlich Nachfolger Napoleons. Ähnlich
ist eine bischöfliche Nachfolge im eigentlichen Sinn nur dann
vorhanden, wenn der Neugeweihte dieselbe religiöse und kirchliche
Stellung einnimmt wie seine Vorgänger, wenn seine Vollmachten
dieselben sind und den gleichen Quellen entspringen. Die For-

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