- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
18-19

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Fünfter Versuch. §. 21 - Sechster Versuch. §. 22

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nahm einen kleinen Kolben in welchen 20 Unzen Wasser
Raum bekamen, in diesem ließ ich ein Licht wie in
vorhergehenden brennen, nach dem alles kalt geworden,
öfnete ich diesen Kolben gleichfals unterm Waßer, da
stiegen ebenfals beynahe 2 Unzen hinein. Wären nun die
vorigen 2 unzen Luft-raum absorbiret worden so müste
hier in diesem Versuch nur 2 drachma Luft-raum
absorbiret worden seyn.

b) Ich wiederholte vorhergehenden Versuch, mit
den großen Kolben nach eben der Art, außer daß ich in der
Stelle des Lichtes; Weingeist gebrauchte. Ich stach
nehmlich 3 Eiserne Dräte welche gleich lang, und biß in die
Mitte des Kolbens reicheten, in die auf den Boden der
Schüssel fest gedruckte zähe Maße; auf diese dräten, legte ich
ein 4 eckichtes Blech, und auf dieses setzte ich ein kleines
Gefäß in welchen Weingeist gegoßen, ich zündete diesen an
und setzte den Kolben darüber. Nach dem Erkalten sahe
ich, daß 3 Unzen Luft-Raum durch die Hitze der Flamme
ausgetrieben worden.

c) Auf eben dieses Gestelle legte ich einige kleine
glühende Kohlen, und ließ sie auf selbige Art unterm
Kolben auslöschen; Ich fand nach dem Erkalten, daß die
Kohlen Hitze 3 und eine halbe Unzen Luftraum aus
getrieben hätte

Diese Versuche scheinen zu beweisen das der
Uebergang des Phlogistons in der Luft nicht alle mal
deßen Umfang verringert, welches doch die von §.§. 8-16
angeführten Versuche deutlich zeigen: Allein folgendes
wird lehren daß derjenige Theil Luft welcher mit
dem brennbaren sich vereiniget und gleichsam da durch
absorbiret worden, wiederum durch die von neuen
hervor gekomne Luft Säure, ersetzet worden.

        Sechster Versuch.

        §. 22.

Ich goß in einen jeden Kolben, nach dem das
Feuer in vorerwehnten Versuchen (§. 21. a b c)
ausgebrant und alles kalt geworden, 6 Unzen Kalk Milch
(Kalk Waßer, welches mehr von ungelöschten Kalk in
sich hat, als das Waßer auflösen kann), darauf legte ich
die Hand fest auf die Oefnung eines solchen Kolbens und
schwengete ihn unterschiedliche mal auf und nieder, als
den hielte ich diesen Kolben umgewandt unter Waßer,
und ließ die Hand auf der einen Seite einwenig zu
rücke, auf dast eine kleine Oefnung werden möchte, also bald
stieg das Waßer in Kolben hinein, darauf verwahrete
ich die Mündung wieder mit der Hand unter dem Waßer
sehr genau und schüttelte ihn nachgehens in der Luft
einige mal auf und nieder, ich öfnete ihm abermahl
unter dem Waßer, diese Arbeit wiederholete ich noch
ein par mal biß kein Waßer mehr in den Kolben steigen
wolte, oder keine Luft Säure mehr in dem Kolben
vorhanden war. Ich sahe also daß bey jedem Versuch
zwischen 7 und 8 Unz Wasser in Kolben eingestiegen,
folglich ist der 19 Theil Luft verlohren gegangen. Dieses
wäre nun zwar etwas, allein da beym verbrennen des

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