- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
52-53

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Dritter Versuch. §. 53 - Vierter Versuch. §. 35 - Die Eigenschaften der Hitze. §. 55

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merklicher seyn wurde, wenn zu diesen Versuchen bloß
reine Feuer Luft gebraucht würde. Ich wurde auch von
dieser Wahrheit überzeuget: Denn als ich ein 12
Unzen Glas mit der Feuer Luft gefüllet und wohl vermacht
4 Stunden, neben einem Thermometer und einer
Mischung von gestossener Kreide und einer Auflösung von
Schwefel Leber, habe stehen lassen, legte ich dieses
Pulver ins Glas, setzte die Thermometer kugel darin
und vermachte das Glas um die Röhre mit Wachs; gleich
darauf stieg der Spiritus und zwar doppelt so hoch als
in eben dieser Mischung an der freyen Luft.

        Vierter Versuch.

        §. 35.

Die Erhitzung, welche aus einer Mischung von
Eisenfeil, Schwefel und etwas Wasser, entstehet, ist
einzig und allein der Verbindung so das Phlogiston des
Eisens mit der Feuer Luft eingegangen zu zuschreiben.
Ich mischte 3 Theile Eisenfeil und 1 Theil Schwefel
mit so viel Wasser daß daraus ein feuchtes Pulver
wurde, dieses theile ich in 2 Theile: Mit dem einem
füllete ich ein Glas, welches mit einen dichtschließenden Kork
verwahrete; den andern Theil aber setzte ich in einem
Zuckerglas der freyen Luft aus. Nach 2 Stunden
Verlauf war letzteres dermassen heiß geworden daß ich das
Glas nicht lange in der Hand halten konte, da hin
gegen ersteres gar nicht warm wurde: Doch hatte dieses
so wohl wie jenes eine schwarze Farbe angenommen.
Einige Wochen nachher, wurf ich einem Theil dieses
verschlossen gestanden noch feuchten Pulvers auf ein Stück
Papier aus, 3 Minuten darauf fieng dieses Pulver an
sich heftig zu erhitzen und zu rauchen. Den übrigen Theil
dieses Pulvers legte ich in ein Zuckerglas und setzte
solches auf das Gestelle (§. 21. Lit. b.) und setzte einen
Kolben darüber. Das Wasser stieg allmählig in den
Kolben und nach 3 Stunden Zeit war der Kolben beynahe
1/3 damit angefüllet, hier bleib das Wasser stehen:
darauf nahm ich den Kolben wieder ab, und füllete ihn
mit frischer Luft, ich setzte ihn wieder über diese Eisen
Mischung, da stieg das Wasser wieder von neuem.

Da hier die Luft so geschwind absorbiret wird, so ist
es auch nicht zu wundern, daß eine so fühlbare Hitze
entstehen muß, und also hoffe ich bewiesen zu haben,
daß die Hitze oder Wärme aus den zweyen Bestand
Theilen, nehmlich aus dem allgemeinen Feuerfangenden
Principio und der in unserer Luft vorhandenen Feuer Luft,
bestehe. Ein vernünftiger aber wird deßwegen nicht
alsobald den Schluß machen, daß alle mahl wo Wärme
entstehet, diese 2 Bestand Theile sich erstlich verbinden müßen.
Nein, sie ist auch zum Theil in denen
Zwischenräumchen der Körper vorhanden; wo von weiter hin.

        Die Eigenschaften der Hitze.

        §. 55.

Es ist bekant daß ein Metallner Hohlspiegel,
die Hitze von hell glühende Kohlen in deßen

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