- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
62-63

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Like | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Von dem Lichte. §. 59 - Beweise vom Daseyn eines brennbaren Principii im Lichte. §. 60 - Erster Versuch. §. 61 - Zweiter Versuch. §. 62

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has been proofread at least once. (diff) (history)
Denna sida har korrekturlästs minst en gång. (skillnad) (historik)

Daß das Licht unter die Zahl der Körper so wie die
Wärme gehöre, daran ist gleichfalls nicht zu zweifeln. Daß
aber Licht und Wärme einerley, kan ich um so viel
weniger glauben, da die Erfahrungen viel mehr das
Gegentheil beweisen; das folgende wird diese Sache deutlicher
machen.

Beweise vom Daseyn eines brennbaren
Principii im Lichte.

        §. 60.

Es ist bekant daß die Auflösung des Silbers in der
Salpeter Säure, wenn sie auf ein Stück Kreide gegossen
und den Sonnen strahlen ausgesetzet wird eine schwarze
Farbe erhält. Das von einer weißen Wand zurück
geworfene Sonnen Licht hat die nemliche Würkung ob wohl
langsamer. Die Wärme aber ohne Licht bringet gar
keine Änderung an dieser Mischung hervor. Solte wohl
diese schwartze Farbe wahres Silber seyn? Wir wollen
diese Frage nicht eher entscheiden, bis ich den Beweiß
vom Phlogisto im Lichte werde dargethan haben.

        Erster Versuch.

        §. 61.

Ich legte etwas Silber Erde auf ein Stücklein
Porcelain und setzte es dem Brennpunckte eines Brenn
Glases aus: alsobald wurde die Oberfläche dieser Erde
wieder zu Silber. Durch die Silber Erde, verstehe ich das,
in der reinen Salpeter Säure aufgelöste und mit
Weinsteins Alkali präcipitirte Silber. Die Salpeter Säure
nimt ohnstreitig so wohl von den edlen als unedlen
Metallen ihr Phlogiston (§. 27. b.), welche die in solchen
Auflösungen entstehende Effervescentz so wohl, als auch
die Röthe so die Dünste erhalten, genugsam beweisen. Die
metallischen Präcipitate lösen sich zwar in der reinen
Salpeter Säure auf, doch ohne ihr die geringste Röthe
bey zu bringen, so ist es auch mit der Silber Erde
beschaffen. Dieses im Brennpunckte reducirte Silber,
giebt dem acido nitri während seiner Auflösung eine
Röthe, und woher könte dieses Phlogiston wohl anders
gekommen seyn, als von dem Sonnen Lichte?

        Zweiter Versuch.

        §. 62.

a) Ich legte etwas von dem durch die Salpeter
Säure gemachten Quecksilber Kalck, oder so genanten
rothen Präcipitat, auf einen Ducaten und hielte es im
Brennpunckte. Das Pulver fing an zu rauchen und das
Gold wurde weiß.

b) Ich solvirte Gold in Königs Wasser welches aus
Scheidewasser und Meer Salz bereitet, und
präcipitirte es mit Weinsteins Alkali. Diese ausgesüste und
getrocknete Gold Erde wurde auf ein Stück Porcelain dem
Brenn-punckte ausgesetzt: Sie wurde dunckel braun
und verhielt sich wie wahres Gold.

Zwar konte man auch diese Reduction der Hitze
bey messen welche im Brennpunckte vorhanden.

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Sun Jul 3 22:35:01 2016 (aronsson) (diff) (history) (download) << Previous Next >>
http://runeberg.org/scheelch/0042.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free