- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
64-65

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Zweiter Versuch. §. 62 - Dritter Versuch. §. 63

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Gesetzt es wäre die Hitze, so ist auch dadurch das
brennbare im Lichte bewiesen, weil keine Hitze ohne Phlogiston
seyn kan. Allein es sind mehrere Beweise welche diese
Meinung wiederlegen.

c) Ich goß ein wenig des reinsten Acidi Nitri
welches rauchend (§. 25.), in ein weißes mit einem
gläsernen Stöpsel versehenes Crystall Glas und setzte es
dem Sonnen Lichte aus: Drey Stunden nachhero fand
ich dieses Glas mit einem rothen Dunste angefüllet.
Dieses geschiehet auch in der Wärme auf einem Kachel Ofen,
es müßen aber 4 Wochen verstreichen ehe die Röthe
mercklich wird.

        Dritter Versuch.

        §. 63.

a) Ich präcipitirte eine Silber Auflösung mit
Salmiack, der Präcipitat wurde edulcoriret und getrocknet
und auf ein Stück Papier zwey Wochen in die
Sonnen Strahlen gelegt, da ich denn dieses weiße Pulver
so bald als es auf der Oberfläche schwartz geworden war
umrührete, welches ich oft wiederholte. Darauf goß
ich von dem caustischen Salmiak Spiritu auf dieses
dem Ansehen nach schwartze Pulver und setzte es in
die Digestion. Dieses Menstruum löste sehr viel von
der Luna cornua auf, doch blieb ein zartes schwartzes
Pulver zurück. Dieses edulcorirte Pulver wurde von
einem reinen acido Nitri gröstentheils aufgelöst,
welches dadurch flüchtig wurde. Diese Auflösung wurde
wieder von neuen mit Salmiak zu Hornsilber
präcipitiret. Also ist die Schwärtze welche die Luna cornua vom
Lichte erhält, reducirtes Silber und folglich auch die auf
Kreide gegossene Silber solution (§. 60.). Ich habe
die weisse Luna cornua ganze 2 Monate in Papier
gewickelt auf einem warmen ofen liegen lassen, ohne daß die
Farbe verändert worden. Da sich aber kein Silber in
metallischer Form mit der Meer Salz Säure verbinden
kann, so folget, daß so viel als jedes Theilchen der
Luna cornua auf seiner Oberfläche in Silber verkehret wird,
daß auch eben so viel Salz Säure sich scheiden muß.

b) Um dieses zu sehen, so mischte ich so viel
destillirtes Wasser unter ein wohl aus gesüssetes
Hornsilber daß es nur ein wenig über das Pulver stund und
goß die hälfte davon in ein weißes Cristall glas,
welches ich denen Sonnen Strahlen aussetzte, und alle
Tage zum öftern umschüttelte, die andere Hälfte aber
setzte ich an einem finstern Ort. Zwey Wochen darauf
filtrirte ich das Wasser, welches über die nunmehro
schwartz gewordene Luna cornua stund. Dieses Wasser
tröpfelte ich in eine Silber Solution, welche da durch
wieder zu Horn Silber präcipitiret wurde. Das Wasser
so auf dem andern Theil der Luna cornua stund,
änderte nicht die Silber Auflösung, auch hatte dieses
Horn-Silber seine weiße Farbe nicht geändert. c). Ich goß
Scheidewaßer auf Luna cornua und setzte es in einem
Crystall glase den Sonnen strahlen aus; Es wurde aber
nicht schwartz; die Ursache erhellet aus §. 62. Lit. c.

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