- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
80-81

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - §. 70 - Von dem Feuer. §. 71

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berühret sie nur die Materie des Körpers in sehr
wenigen Punkten; wird mehr Wärme hin zugethan, so
berühret sie ihn schon in mehreren Punckten, wird aber
noch mehr gleichsam eingepresset und der Körper ist so
beschaffen daß er das brennbare stärcker als die Feuer Luft
solches anziehet, so wird die Hitze zerstöhret. So ist es
beschaffen mit der Reduction der edlen metallischen Kalcke
durch bloße Hitze, welches nicht eher geschiehet biß diese
Kalcke entweder glühen oder doch dem glühen sehr nahe
sind. Wenn ich nun diese Theorie auf das Licht
anwende, so muß diese so zarte und mit einer so erstaunenden,
Geschwindigkeit bewegte Materie, die Körper genau
berühren und in selbigen Augenblick von denjenigen so eine
starcke Attraction zum Phlogisto haben auch
decomponiret werden; wenn aber seine heftige Bewegung durch die
anziehende kräfte anderer Körper, gehemmet worden und
es als den seine Würckung als bloße Wärme verrichtet,
so hält sie sich in den Zwichen Räumchen dieser Körper
auf, gehet aus diesen in andere über welche weniger
davon enthalten ohne die Materie dieser Körper wenig
oder gar nicht zu berühren, folglich kan auch die Luna
Cornua m. m. nicht Reduciret werden.

Von dem Feuer.

        § 71.

Nun mehro komme ich auf die Haupsache welche
eigentlich der Gegenstand aller vorhergehenden Versuchen
gewesen ist. Ich sehe wie höchst nützlich die
Erkenntniß des Feuers vor dem jenigen seyn muß, der eine, so
viel als möglich, genaue Einsicht in den Eigenschaften
und Bestand-Theilen aller und jeder Körper zu erlangen,
bemühet ist. Dergleichen Untersuchungen, welche den
Grund und die Erklärung so vieler andern
Erscheinungen in sich fassen, müssen mit großen Fleiß angestellet
werden, um den falschen Systemen zu entgehen welche
uns von einer Ungewißheit in die andere führen.
Untersuchungen, welche eigentlich die jenigen auf sich zu
nehmen und zu verantworten berechtiget sind, welche so
mancherley wo nicht den grösten Theil ihrer
Erfahrungen im Feuer unternehmen. Chemisten sind es welche ich
hier meine. Allein, wie kan man eine deutliche Einsicht
von diese materie erhalten, wenn Leute so wol durch
schriftliche als mündliche Unterredungen von der großen
Schwerigkeit welche die Ausforschung des Feuers mit
sich bringet, abgeschrecket werden; da nehmlich so viele
Jahrhunderte vorbey geflossen, und man nur so wenig
gewisses welches bloß deßen Eigenschaft betrift, aus Licht
gebracht hat. Weit gefehlet, daß der, welcher natürliche
Erscheinungen zu wissen sich angelegen seyn läst, dieses
als eine Richtschnur solte gelten laßen, und nicht hoffen
solte in dieser Sache größere Deutlichkeit zu erlangen. Da
hingegen erklären viele das Feuer so leicht, das man
alles mit Händen greiffen kan. Sie erwägen dabey nicht
die vielen Einwürffe die dabey können gemacht werden;
Hie ist die Wärme, Feuer: Da ist das Licht, Feuer:

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