- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
100-101

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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das Licht zusammen gesetzet wird, mit einem Wort, das
Stahl-Stücklein entzündet sich. Alle diese
Erscheinungen folgen in einem Augenblicke auf ein ander. Fält
ein solcher Funcken auf einen lockern und leicht Feuer
fangenden Körper, so erhitzet er die Stelle auf welche er
fält, da durch wird dessen Phlogiston gleichfals los, von
der Feuer Luft angezogen und in Feuer gesetzt. Ist
solches glühende Stücklein Stahl etwas größer, so wird
die in der mitte noch ein geschlossene Hitze durch die
äußere aus gedehnet, und da der Gegenstand von einem
so kleinen Eisen Stücklein auch nur sehr klein seyn muß,
so wird es da durch von ein ander gestossen und in noch
kleinere Funcken zertheilet. Dieses sind die auf die
Seiten fahrende Funcken welche man beym Feuer schlagen
so oft gewahr wird. Ich sage solches Stücklein Stahl
muß sehr eilig abgeschlagen werden; Es ist leicht zu
erachten wenn dieses langsamer geschiehet, so wird die aus
dem Zwischen Raum hervor tretende Hitze von dem Stein
so wohl als von gantzen Stahl Stücke gleich wieder
angezogen, als Körper welche die Luft an Dichtichkeit weit
übertreffen, und folglich kan das Phlogiston nicht genug
gelöset werden um sich mit der Feuer Luft zu
verbinden.

        §. 80.

Ich hatte lange gewünschet etwas von dem vor sich
präcipitirten Mercurio zu haben, um zu sehen ob er auch
währender Reduction mit blosser Hitze eine Feuer Luft
hergeben würde. Endlich bekam ich etwas von meinem
sehr werthen Freunde dem Herrn Medicinae Doctor H.
Gahn. Dieser so genante Präcipitat, hatte des
Ansehen von kleiner dunckel rothen dem Zinnober ähnlichen
Crystallen. Da ich nun weiß daß der Mercurius in
der Salz Säure nicht auf zulösen, es sey denn daß er
sein Phlogiston verlohren, welches durch eine Auflösung
in der Salpeter oder Vitriol Säure geschiehet, und auch
die Ursache ist warum unter einer Mischung von
Calcinirten Vitriol, gemeines Salz und Quecksilber,
Salpeter seyn muß. Daher goß ich auf einem Theil dieses
rothen Präcipitats, Salz Säure: die Auflösung kam
bald zu Stande und wurde etwas heiß, ich ließ sie biß
zur trockene abrauchen und vermehrete die Hitze; es
sublimirte sich alles und entstund ein rechter corrosivischer
Sublimat. Folglich ist dieser durch blosse Hitze
gemachte Präcipitat, ein calcinirter Mercurius. Darauf
legte ich den andern Theil dieses Präcipitates in einer
kleinen gläsernen Retorte, vor welche ich eine leere
Blase gebunden hatte in des Feuer. So bald als die
Retorte zu glühen anfing, wurde die Blase aus gedehnet,
und so gleich stieg der reducirte Mercurius in dem
Hals. Es stieg hier kein rother Sublimat auf, wie
bey dem jenigen Kalck welcher mit Acido nitri bereitet zu
geschehen pfleget. Die erhaltene Luft, war eine reine
Feuer Luft. Dieses ist ein besonderer Umstand, daß die
Feuer Luft welche vorhero in einer langsamen
Calcination dem Mercurio sein Phlogiston entzogen, ihm eben

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