- Project Runeberg -  Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer /
104-105

(1777) [MARC] Author: Carl Wilhelm Scheele, Torbern Bergman
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Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - Vom Pyrophoro. §. 81

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Feuer. Nach dem Erkalten fand ich hier gleichfals einen
schönen Pyrophorum. Hieraus folget also, daß da ohne
ein fixes Alkali kein Pyrophorus eintstehen kan, und da der
Alaun auch mit dem flüchtigen Alkali zu Crystallen
anschist, so ist gewiß dieses die Ursache warum nicht aus
allen Alaun ein Pyrophorus werden will. Nun muste
ich auch wissen ob nothwendig Feuchtigkeit erfordert werde
um den Pyrophorum entzündet zusehen. Ich machte eine
recht trockene Luft, dadurch, daß ich einige kleine Stücke
von ungelöschten Kalck in einem kleinen Kolben legte,
darauf stach ich den Hals eines andern Kolbens in diesen,
so daß die Luft in beyden Gemeinschafft hatte und lutirte
die Fugen mit Wachs. Zwey Tage nach hero lösete ich
den ledigen Kolben ab und ließ etwa 1 Loth
Pyrophorus aus meinem Glase in diesen Kolben lauffen, und
vermachte ihm so gleich auf das genaueste. Ich merckte
aber gar nich daß er warm wurde; eine Stunde darauf
legte ich einen mit etwas Wasser angefeuchten Schwamm
in diesen Kolben und vermachte ihn wieder; einige
minuten nachhero fing der Pyrophorus an sich starck zu
erhitzen und einige Stücken entzündeten sich. Darauf
füllete ich einen Kolben mit verdorbener Luft und legte
etwas pyrophorus in selben, auch legte ich einen
feuchten Schwamm darin, allein die Erhitzung blieb aus; als
ich ihm nachgehens in freyer Luft aus schüttete, so
entzündete er sich also bald.

Wie gehet es nun mit dessen Entzündung zu?
Hepar sulphuris und Kohlen sind es, aus welchen der
Pyrophorus entstehet. Der Hepar ziehet das wärenden
Glühen in den Kolben loß gewordene Phlogiston, an sich
(Ich werde weiterhin zeigen das der Schwefel mit noch
mehr Phlogiston sich zu verbinden im Stande ist),
dieser aus Alkali, Phlogiston und Schwefel zusammen
gesetzter Körper geräth ohne Feuchtichkeit und Feuer Luft
in keine Entzündung; das Alkali welches die wässrigkeiten
starck anziehet, wird da durch außer Stande gesetzet das
Phlogiston länger zu halten, zumalen wenn eine
Materie zugegen welche dasselbe starck an sich ziehet, ich
meine die Feuer Luft, diese tritt also hinzu, sie
verbindet sich mit diesem so los sitzenden Phlogisto, hieraus
entstehet die Hitze welche durch Hülfe der mehr hinzu
kommenden Feure Luft zureichlich ist dem Schwefel so
wol als die Kohle zu entzünden, und da nach dem der
Pyrophorus verbrant auch kein Schwefel leber mehr zu
finden, so muß diese wärend der Hitze gleichfals
calciniret werden. Wenn der Pyrophorus noch ehe er sich
entzündet in Wasser geworffen wird, so erhält man
eine hepatische Solution welche das Acetum lithargyrii
schwartz präcipitiret; dahingegen die Auflösung einer
ordinairen Schwefel Leber, solches braun präcipitiret. Ich
sehe auch daß erstere Solution die Luft weit
geschwinder absorbiret, als letztere. Hier muß also viel
Phlogiston zugegen seyn.

Die Entzündung welche eine feuchte Mischung aus
geriebenen Schwefel und Eisenfeil hervor bringet, muß,
wie ich glaube, auf eben die Art erkläret werden.

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