- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Zweiter Teil : Gewerbe /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VII. Industrie, Handwerk und Hausgewerbe. Einl. von Alf. Larson - 4. Öle, Teer, Gummi und ähnliche Stoffe. Von Alf. Larson

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VII. INDUSTRIE. HANDWERK UND HAUSGEWEliBE.

Gummischuhe und andere Gummiwaren werden jetzt in mehreren, nach 1800
angelegten Fabriken hergestellt, die mit ausländischen Fabriken in erfolgreichen
Wettbewerb getreten sind. Von den neun schwedischen Gummiwarenfabriken,
die 1 525 Arbeiter beschäftigen und 1911 für 9 351 400 Kr erzeugten, sind die
zu Hälsingborg, Malmö, Gislaved und Trälleborg die grössten. Von dem
gesamten Herstellungswert, den diese Industrie im Jahre 1911 aufzuweisen hatte,
entfielen nicht weniger als etwa 90 % auf diese Fabriken. Anfang der siebziger
Jahre belief sich die Gesamtproduktion Schwedens in der Gummibranche nur
auf wenige tausend Kr. Auch die Einfuhr an Rohstoff sowohl wie an
Fabrikaten ist erheblich gestiegen und wurde 1911 auf lO’ö Millionen Kr geschätzt,
davon 7 868 000 Kr für unverarbeiteten Kautschuk und Guttapercha, 680 000
Kr für Röhren, Schläuche und Riemen, 265 000 Kr für Schuhwaren, gegen
600 000 Kr für Gummireifen und 1 767 000 Kr für andere Fabrikate der
Gum-miindustrie. In den letzten Jahren hat sich auch eine bedeutende Ausfuhr
entwickelt; diese wurde 1911 auf 3’03 Millionen Kr geschätzt, davon 2 425 000 Kr
für Schuhwaren. Der grösste Teil der Ausfuhr geht nach Norwegen und
Dänemark, Deutschland, Belgien, Frankreich, Österreich und Ostindien.

Gummifabrik in Hälsingborg.

Kerzen.

Bis Ende der ^ fünfziger Jahre waren Wachskerzen sowie Wachsstöcke und
Talgkerzen fast die einzige allgemeiner verbreitete künstliche Lichtquelle: denn
wenn auch Rüböllampen sich einer gewissen Verbreitung erfreuten, waren und
blieben die selbstgezogenen Talgkerzen und Wachsstöcke doch in jedem
Haushalt so lange ein notwendiger Bedarfsartikel, bis das Leuchtgas und fast
gleichzeitig das amerikanische Petroleum bekannt wurden und in Gebrauch kamen.
Statt der Talgkerzen und Wachsstöcke nimmt man jetzt dort, wo man aus dem
einen oder andern Grunde Kerzenbeleuchtung vorzieht oder verwenden muss,
fast überall Stearinkerzen und in letzterer Zeit Kompositionskerzell (aus
Stearin und Paraffin) oder, in Schweden seltener, Paraffinkerze Ii. In Schweden
datiert die Herstellung von Stearinkerzen vom Jahre 1841, wo von dem auf
vielen Gebieten hervorragenden und tätigen L. J. Hierta im Verein mit J.
Michaelson die Stearinfabrik Liljeholmen angelegt wurde. Bereits 1843 wurde
von Lars Montén die zweite Stearinfabrik des Landes, die Clarafabrik, angelegt.
1911 hatte Schweden fünf Stearinkerzenfabriken, mit. 428 Arbeitern und einer
Erzeugung von 22 159 Doppelzentner Kerzen, meist aus ungemischtem Stearin,
die auf 1 944 400 Kr geschätzt wurden, ausserdem wurden in den beiden Fabri-

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