- Project Runeberg -  Svensk kemisk tidskrift / Femtonde årgången. 1903 /
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(1889-1919)
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mit einer stark lichtbrechenden Membran umgeben. Die erste
Ent-wickelungsstufe für die Ascosporen sind die sogenannten Anlagen. Es
treten im Zellinnern rundliche Protoplasmakörper auf, welche die
Con-touren der Spore kennzeichnen. Aus diesen Anlagen bilden sich die
reifen Sporen aus, und erhalten letztere eine derartige Grosse, dass sie
die Mutterzelle in ihrer Form verändern, oder die Sporen platten sich
einander ab. Ganz charakteristische Sporen zeigt eine wilde Hefe, die
Saccharomyces anomalus. Die Sporen derselben sind hutförmig. Die
Sporen der Saccharomyces cerevisiae haben das Charakteristikon, dass
Scheidewandbildungen in der Mutterzelle meist vorkommen. Die Zelle
erscheint als ein in Abteilungen geteilter Körper. Ein halbwegs geübter
Mikroskopiker kann schon aus dem Aussehen der Spore die
Zugehörigkeit zur Culturhefe diagnosticieren.

Ausnahmsweise kann ein Verschmelzen zweier aneinander stossenden
Sporen vorkommen, wobei sich die sie trennende Wand auflöst.

Diese Eigentümlichkeit zeigt Saccharomyces cerev. Charakteristisch
ist auch die Bildung eines Promycels bei Saccharomyces Ludwigii.

Die Sporen der Hefen vermehren sich, wenn sie auf ein geeignetes
Substrat kommen, wieder meist durch Sprossung. Bei Saccharomyces
cerevisiae nur durch Sprossung.

Die Ascosporen zeichnen sich durch grosse Resistenzfähigkeit
gegenüber Wärme, Kälte, Antieeptika etc. aus. Die Spore ist eine Dauerform
welche der Organismus annimmt, um seine Art auch bei zeitweilig
ungünstigen VegetationsVerhältnissen zu erhalten.

Hansen war es welcher darauf hinwies, dass durch die Sporenbilduiig
der Saccharomyceten wichtige Anhaltspunkte zur Unterscheidung einzelner
Gruppen gegeben sind. Hansen war es auch, welchem es gelang zu
ermitteln, unter welchen Verhältnissen die Saccharomyceten zur Function
der Sporenbildung zu bringen sind.

Als Bedingungen waren zu nennen:

a) Die Aussaat muss auf feuchter Oberfläche erfolgen.

b) Die Erschöpfung des Nährsubstrates ist meist nöthig (Bei
Brauereihefe unbedingt); nur wenige Arten bilden in Nährflüssigkeiten endogene
Sporen.

c) Geschwächte, degenerierte Zellen besitzen keine Fähigkeit der
endogenen Sporulation; daher ist eine Regenerierung stets vorzunehmen.

d) Das Temperaturoptimum für die Sporenbildung liegt bei cc. 25° C.

Die Culturhefen (Bierhefen) zeigen eine sehr geringe Neigung zur
Bildung von endogenen Sporen, was dem Umstände zuzuschreiben ist,
dass sie fortwährend in Bierwürze, einem, für ihre vegetative
Vermehrungsweise durch Sprossung, gut geeigneten Substrat cultiviert werden
und daher nur selten in die Lage kommen, Dauertbrmeii zur Erhaltung
ihrer Art anzunehmen. Nur eine geringe Anzahl der ausgesäten
Hefezellen der Bierhefe bildet Sporen, und geht die Sporulation langsam vor
sich. Die untergärigen Bierhefen bilden meist, bei 25° C., viel später

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