- Project Runeberg -  Teknisk Tidskrift / 1942. Väg- och vattenbyggnadskonst samt husbyggnadsteknik /
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(1871-1962)
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VÄG- OCH VATTENBYGGNADSKONST SAMT HUSBYGGNADSTEKNIK

Zusammenfassung.

Die Ebnung des Films in der photogrammetrischen
Kammer.

Diese Frage ist zweifellos ein der wichtigsten
Grund-proble"me der Photogrammetrie. Wenn nämlich der Film
zufolge unzulänglicher Andrückung nicht überall an der
Andruckplatte anliegt — nachstehend einfach
Druck-platte genannt — d. h. dass ein lokaler „Buckel" im
Film auftritt, gibt die Stereoauswertung ein falsches
Er-gebnis. Im Bilde erhält man solchenfalls innerhalb dér
Fläche der Buckel teils eine Unschärfe, teils
Lagever-schiebungen in den x- und y-Richtungen für die
Gelände-punkte. Innerhalb der beiden Stereopaare desjenigen
Flugstreifens, zu dem das betreffende Bild gehört, erhält
man ferner falsche a-Werte, w|eil die Parallaxen aus
demselben Grunde von dem vorfindlichen Buckel
beein-flusst Werden. Wie eine unbefriedigende Ebnung des
Films auf die Auswlertung einwirkt, ist in Äbb. 1 u. 2
schematisch dargesteHt, woraus auch hervorgeht, dass
besonders die ø-Werte beeinflusst werden.

Mit der vorliegenden Untersuchung wird dieses
Problem näher erörtert und zwar für die
Weitwjinkel-kammer 20/30 30. Die Ebnung des Films wird hier
durch überdruck bewirkt.

Die konstruktive Ausformung des Problems für die
Weitwinkelkammer ist in Abb. 3 schematisch
darge-stellt. Die Grösse des überdruckes muss zwischen
be-stimmten Grenzen gehalten werden. Einerseits darf
der überdruck nicht so niedrig sein, dass nicht der
Film mit Sicherheit sich ausnebnet, anderseits aber darf
er nicht so hoch sein, dass der Gesamtdruck auf der
Druckplatte die Spannung derjenigen Feder
überschrei-tet, an welchen die Excenterscheibe in der Mitte der
Platte wirkt. Im ersten Falle liegt eine gewässe Gefahr
vor, dass Buckel entstehen, die also die eben
beschrie-benen Beeinflussungen haben. Im letzten Falle kann
die Druckplatte und folglich auch der Film vom
An-legerahmen der Kammer angehoben werden, was Anlass
zu einer Unschärife gibt.

Betrachtet man diè konstruktive Ausforderung des
Problems der Ebnung aus rein statischeni Gesichtspunkt,
ist die Druckplatte als eine steife Platte anzusehen, die
längs ihrer vier Seiten auf einen festen Rahmen
auf-gelegt ist. Auf die Platte wird so eine zentrische Kraft
appliziert, der Anfangsspannung der Feder entsprechend,
und diese gibt Anlass zu Reaktionsdrücken längs der
Kanten der Platte. Danach w|ird von der Unterseite der
Druckplatte ein gleichförmiger Druck angebracht,
wel-cher zur Folge hat, dass die Grösse der Reaktionsdrücke
vermindert wird, så dass Gleichgewicht immerfort
vor-handen ist. Wird jetzt der Druck gesteigert, werden
diè Reaktionsdrücke immer mehr herabgesetzt, um
zu-letzt sich dem Wert Null zu nähern. In diesem Moment
herrscht also fortwährend Gleichgewicht zwischen der
Anfangsspannung der Feder und dem von unten
an-greifenden Druck. Wenn dieser Druck noch gesteigert
w|erden würde, hätte dies zur Folge, dass die Feder
noch weiter zusammengedrückt werden wtirde, wodurch
ihre Spannung sich erhöhen würde. Gleichgewicht ist
also immerfort vorhanden, kann aber nur in der Weise
bewirkt werden, dass die Druckplatte den
Anlege-rahmen verlässt.

Die Untersuchungen umfassten drei verschiedene
Proben, und zwar eine Druckprobe für die Kammer, eine
Ebnungsprobe für den Film und zuletzt eine
Spannungs-probe für die betreffende Feder.

Durch die Druckprobe wurden der Druck der Kammer
i->kam und der Druck der Kasette j)kas näher untersucht.
Aus diesem beiden Drücken liess sich folglich der
überdruck bestimmen, Was näher aus Abl). lh 5 u. 6
hervorgeht.

Die Ebnungsprobe fand sowohl im Laboratorium als

auch in einer Flughöhe von 4 000 m statt. Die
Ergeb-nisse zeigten, dass die Ebnung im allgemeinen für
Drücke unter 5 cm Wassersäule eintraf, dass aber
dieser Druck nicht als eine obere Grenze anzusehen w@,r,
sondern dass unter gewissen Yerhältnissen der Film
nicht einmal für den Druck 10 cm sich ebnete.

Die Spannungsprobe zuletzt wurde gemäss A&ö. 8
ausgeführt. Die Ergebnisse, die aus Ab~b. 9
hervor-gehen, zeigen dass die Starke der Feder sechs zu
prü-fender Kasetten sehr verschiedn war. Ferner findet
man, dass der Anfangsdruck dieser Feder
schätzungs-weise 2 bis 5 cm Wassersäule entsprach.

Aus der Beschreibung der ausgeführten
Untersuchungen dürfte hervorgehen, dass die Ebnung des
Films in der Weitwinkelkammer gar kein einfaches
Problem bedeutet sondern eine umständliche
ingenieur-technische Frage, wo eine Mehrzahl von Faktoren in
einander zu einem präzisionsartigen Zusammenspiel
hin-eingepasst werden müssen. In der konstruktiven
Lösung, die hier erörtert worden ist, hat man einerseits
den vom Gebläsemotor erzeugten Druck in der
Kammer, der in solch einen überdruck zwischen Kammer
und Kasette resultieren muss, dass der Film ausgeebnet
wird, und anderseits die Federvorrichtung der Kasette,
welche bei einer gewissen Steigerung des überdruckes
Anlass zu Bewegungen der Druckplatte geben kann. Es
findet hierbei, wie die Untersuchungen gezeigt haben,
eine stetige Wechselwirkung zwiischen diesen beiden
Faktoren statt: erhöht man die Sicherheit gegen
Mängel der Ebnung, geschieht dies unerlässlich auf
Kosten der Sicherheit gegen photographische Unschärfe,
durch Bewegungen der Druckplatte verursacht.

Auf Grund der erhaltenen Versuchsergebnisse sind
gewisse kleinere Veränderungen der
Weitwinkelkammer vorgenommen. In erster Linie ist der in die
Stu-fenwiechselgetriebe eingebaute Gebläsemotor, der bei
den ausgeführten Untersuchungen allzu schwach
gefun-den ist, durch einen speziellen Gebläsemotor mit
we-sentlich höheren Nutzeffekt ersetzt W.orden. Ferner ist
der zu der Ausrtistung gehörige Aneroidmanometer
gegen einen U-förmigen Manometer, mit einer geeigneten
Flüssigkeit gefüllt, umgetauscht.

Was schliesslich den springenden Punkt betrifft —
die Grösse des überdruckes für die Ebnung des Films
— ist für die Aufnahmearbeiten des schwiedischen
Reichsamts dieser Sommer bestimmt worden, dass der
Kammerdruck bis auf etw;a 7 cm Wassersäule
gesteigert werden soll. Ob das Problem der Ebnung
hier-durch endgültig in befriedigender Weise seine Lösung
erhalten hat, wird die vorstehende Auswlertung des
photographischen Materials späterhin zeigen.

Föreningar

Svenska teknologföreningens avdelning för väg- och
vattenbyggnadskonst hade måndagen den 9 november
1942 ordinarie sammanträde på föreningens lokal under
ordförandeskap av civilingenjör Bo Ekelund.
Sammanträdet, till vilket fjärde årskursen av väg- och
vattenbyggarna vid KTH och CTH hade inbjudits, var besökt
av ett 140-tal personer.

Ordföranden hälsade de närvarande välkomna och
vände sig då särskilt till de inbjudna teknologerna.

Att jämte ordföranden justera dagens protokoll
ut-sågos byråingenjör Erik Nelander och civilingenjör John
Sundberg.

I avdelningen inträdde genom, egen anmälan följande
civilingenjörer

Sten Bergman Erik Larsson

Sven Gösta Levin Sigvard Mellegård.

22 aug. 1942

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Project Runeberg, Mon Jan 11 20:15:39 2021 (aronsson) (download) << Previous Next >>
http://runeberg.org/tektid/1942v/0191.html

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