- Project Runeberg -  Zoologiska Bidrag från Uppsala / Band VI. 1918 /
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(1911-1967)
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eeren, bei denen solche Sehwebefortsätze vorhanden sind und die
klassische Beispiele einer Temporalvariation darbieten (Daphnia, Bosmina),
ist dagegen die eigene aktive Bewegung (Schwimmbewegung) die
wichtigste Weise, auf die sie sich schwimmend erhalten. Im Verhältnis zu
der Eigenbewegung verliert das Schweben alle Bedeutung. Die sog.
Schwebefortsätze haben nur Bedeutung als “Steuerorgane“, wenn sie
einen Winkel mit der Bewegungsrichtung bilden (wobei sie wie ein
festgestelltes Steuer an einem Boot wirken), oder als “Fülirungs- oder
Stabilisierungsflächen“, wenn sie der Bewegungsrichtung parallel sind.

In Übereinstimmung mit seiner Theorie ändert Woltekeck die
Ost-WALDsche Formel ab in

Übergewicht X Abwärtsbewegung und -Steuerung
Sinkgeschwindigkeit =––-ß–––––––––––5—5––––––––°.

Reibung x Aufwärtsbewegung und -Steuerung

“Reibung“ scliliesst dabei sowohl die “innere Reibung“ des
Wassers als auch die Reibung des Körpers gegen das Wasser in sich; ihr
wird von Woltekeck “keine besonders grosse Bedeutung“ beigemessen.

Wolterecks Theorie stützt sich auf eine sehr eingehende Analyse
des Schwimmens dieser Planktoncladoceren. Er zeigt in jedem einzelnen
Falle, wie die Steuer- und Führungsorgane wirken, und weist daraufhin,
dass “schon minimale Längen- oder Stellungsänderungen der
Richtungsorgane merkbaren Einfluss auf die Beschaffenheit der Schwimmbahnen
haben; deshalb können die kleinen Anfänge und Etappen solcher
Blasto-varianten Selektionswert haben“.

Damit hat Woltereck die Schwierigkeit beseitigt, die vom
Selek-tionsgesichtspunkt aus darin lag, dass ein geringer Ansatz zu diesen
Organen keinen Wert haben sollte, -wenn sie nur Schwebeorgane wären.
Wesenberg-Lund ist auch der Ansicht, dass nicht Selektion, sondern
direkte Milieuwirkung zu ihrer Ausbildung geführt hat.

Diese Theorie Wolterecks scheint mir von selbst zu der Frage
einzuladen: Wenn nun dem Schweben und den Faktoren, von denen das
Schweben abhängt, Viskosität, Formwiderstand usw., welche regelmässig
im Laufe des Jahres variieren, nur geringe Bedeutung im Verhältnis zu
der Eigenbewegung zukommt, weshalb variieren dann die “Steuer- und
Stabilisierungsorgane“ auf eine regelmässige Weise? Ist die
Eigenbewegung dominierend, wenn es gilt, die Tiere im Wasser schwebend zu
erhalten, weshalb fahren sie nicht das ganze Jahr hindurch fort zu
schwimmen, wie z. B. die Planktondaphnien es im Winter ohne besondere j
“Steuer- und Stabilisierungsorgane“ tun? Ist nicht die Ausbildung dieser
Organe, m. a. W. der Temporalvariationen, überhaupt nach Wolterecks
Theorie unnötig?

Hierauf kann man zunächst antworten, dass während der wärmeren
Jahreszeit Veränderungen im Aussehen des Tieres im übrigen, welche

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Project Runeberg, Tue Dec 12 14:56:30 2023 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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